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Essstörungen: Wenn Essen zum Problem wird | Essstörungen: Wenn Essen zum Problem wird |
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Buchrezension: Essstörungen – mehr als ein Tribut des Schönheitsideals, sondern eine ernstzunehmende Gesundheitsgefahr
Die Autorinnen ziehen in ihrem Buch eine klare und deutliche Grenze zu den unzähligen Diätratgebern einerseits und zu Essgewohnheiten wie Übergewicht und Diätverhalten andererseits. Im Mittelpunkt ihrer Darstellung stehen klar die Hintergründe und Behandlungsmöglichkeiten von Essstörungen wie der Magersucht und der Bulimie sowie Hilfen für Betroffene und Angehörige aus therapeutischer sowie ernährungswissenschaftlicher Sicht. Dabei wendet sich der Ratgeber gleichermaßen an Betroffene, deren Angehörige sowie Fachleute. Die Beratung von Angehörigen, die dem Problem der Essstörung oftmals hilflos gegenüberstehen, ist den Autorinnen ein besonderes Anliegen und sie widmen einen großen Teil des Buches der Information und Unterstützung von Angehörigen. Besonders deutlich wird beim Lesen, dass Essen mehr ist als reine Nahrungsaufnahme. Jedes Essverhalten hat einen psychischen Hintergrund. So hängen Essverhalten, die seelische Verfassung und Erfahrungen mit dem sozialen Umfeld eng miteinander zusammen. Bereits früh lernt der Mensch, dass Essen und der Kontakt zu anderen Menschen miteinander verbunden sind. Oftmals ist ein Verweigern des Essens beim Kind ein Machtspiel mit seinen Eltern und auch später bei jugendlichen und erwachsenen Essgestörten hängt das Essverhalten eng an dem Kontrollgefühl, über das eigene Leben und die Lebensweise selbst zu entscheiden. Diesen Zusammenhang und andere psychische und soziale Ursachen von Essstörungen stellen die Autorinnen Beyer und Beuckmann-Wübbels anhand von vielen nachvollziehbaren Beispielen dar. Insgesamt ist der Ratgeber eine gelungene Mischung aus sachlichen Daten, Fakten und Informationen sowie richtungsweisenden Tipps und anschaulichen Beispielen aus der Praxis. Hier lassen die Autorinnen, die beide in der Beratung zu Essstörungen tätig sind, ihre Erfahrungen aus ihrer Praxis unmittelbar einfließen. So nähern sie sich behutsam und dennoch sachlich informativ dem sensiblen Thema Essstörung. Das praxisnahe Buch runden weiterführende Literaturtipps, ein ausführliches Adressverzeichnis sowie Fortbildungsangebote ab. Mit Hilfe des Sachwortregisters findet der Leser schnell Informationen zu seinem gesuchten Thema. Aus dem Inhalt: Ich hab´s satt! Wenn Essen zum Problem wird. Dr. Kathrin Beyer und Annette Beuckmann-Wübbels, Humboldt Verlag, ISBN 978-3-89994-161-6, 12,90 Euro Das Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK) mit Sitz in Berlin widmet sich insbesondere der individuellen Ernährungsberatung und betreibt wissenschaftlich begründete publikumsorientierte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Ernährung, Prävention und Diätetik. Das ZEK ist ein Zusammenschluss von Ernährungswissenschaftlern, Medizinern, Diätassistenten sowie anderen Natur- und Geisteswissenschaftlern. Der bekannte Medizinpublizist Sven-David Müller leitet das ZEK und ist erster Vorsitzender des Deutschen Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e.V. Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK), z. Hd. Sven-David Müller, Wielandstraße 3, 10625 Berlin, Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können , http://www.nutrimedic.de |
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| Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 18. August 2010 ) |
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