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Äpfel statt Tabletten: Den Cholesterinspiegel natürlich senken

23.05.2011
von Sven-David Müller
Auf Medikamente können die meisten Menschen mit zu viel Cholesterin im Blut getrost verzichten, wenn sie auf natürliche Cholesterinkiller setzen, erklärte der ernährungsmedizinische Wissenschaftler und Diätexperte Sven-David Müller bei der Vorstellung der Neuausgabe seines Ratgebers „Die 50 besten Cholesterinkiller“ in Berlin. Äpfel und Orangen enthalten so viel Pektin, dass damit der Cholesterinspiegel problemlos und ohne Nebenwirkungen wie sie Medikamente aufweisen, gesenkt werden kann. Nicht erst und seit dem Lipobay-Skandal sind Lipidsenker, also Cholesterinspiegel-senkende Medikamente, in Verruf geraten, so Müller. Das Neben- und Wechselwirkungsspektrum von Lipidsenkern ist extrem breit und viele Menschen möchten zwar ihr Herzinfarktrisiko durch eine Cholesterinspiegel-Senkung reduzieren aber nicht ihren Körper durch Nebenwirkungen schädigen. Wissenschaftliche Studien untermauern, dass Lebensmittel den Cholesterinspiegel um bis zu 30 Prozent senken können. Bei einem Gesamtcholesterin von bis zu 300 mg/dl sind in der Regel keine Medikamente, sondern vielmehr eine andere Ernährungsweise, Cholesterinkiller sowie mehr Bewegung und Entspannung notwendig, betonte Sven-David Müller, M.Sc. Wichtig ist, dass durch Cholesterinkiller insbesondere das schlechte Cholesterin, das als LDL bezeichnet wird, absinkt und das gute Cholesterin, das als HDL bezeichnet wird, stabil bleibt oder sogar ansteigt. Menschen, die ihren HDL-Spiegel signifikant erhöhen möchten, können dies mit Lebensmitteln tun, die reich an Niacin und Chrom sind.
 
Die 50 besten Cholesterinkiller aus der Apotheke Natur
Die Apotheke Natur hält so viele Lebensmittel bereit, dass Medikamente fast immer überflüssig sind und die 50 besten Cholesterinkiller können ihre Wirkung in wissenschaftlichen Studien eindrucksvoll nachweisen. Zu den besten Cholesterinkillern gehören Äpfel, Orangen und paradoxer Weise auch Eidotter, informiert Müller. Das Eidotter ist reich an Lecithin und diese Substanz verarbeitet die pharmazeutische Industrie zu Medikamenten, die für die Senkung des Cholesterinspiegels zugelassen sind. Ich frage mich schon seit Jahren, warum Eier verteufelt werden, so Müller. Es gibt weltweit nicht eine Studie, die nachweist, dass Hühnereier den Cholesterinspiegel anheben und dass das Herzinfarktrisiko steigt, bezweifelt Sven-David Müller die täglich millionenfach ausgesprochene Empfehlung auf Eier zu verzichten. Demgegenüber zeigen mehrere Untersuchungsergebnisse, dass es durch das im Eidotter enthaltene Lecithin zu einer Senkung des Cholesterinspiegels kommt, betont der Medizinjournalist. Viel mehr Menschen sollten der Empfehlung von Hippokrates folgen und ihre Nahrung ihre Medizin und ihre Medizin ihre Nahrung sein lassen, empfiehlt der Diätexperte. Wer unter erhöhten Triglyzeridwerten leidet, kann diese praktisch immer durch Nahrungsmittel normalisieren und braucht keine Medikamente. Durch die beispielsweise in Lachs, Makrele oder Hering enthaltenen Omega-3-Fettsäuren lässt sich der Triglyzeridspiegel sogar besser senken, als Medikamente es erlauben.
 
Ärzte versagen als Ernährungsberater
Da das Medizinstudium einen weiten Bogen um Diätetik, Ernährungstherapie und Ernährungslehre macht, verwundert es nicht, dass die meisten Ärzte als Ernährungsberater versagen. Ärzten ist es eigentlich vorgeschrieben, vor der Gabe von Medikamenten Änderungen des Lebenstils zu empfehlen, um den Cholesterinspiegel zu senken, erläutert Müller. Aber die ärztliche Ernährungsberatung geht meist in die falsche Richtung, denn entweder findet sie nicht statt oder sie reduziert sich auf den Hinweis Hühnereier zu meiden und Diätmargarine zu verwenden, mokiert sich Sven-David Müller. Die Meidung von Hühnereiern reduziert aber nicht den Cholesteringehalt im Blut und durch Diätmargarine allein lässt sich eine Fettstoffwechselstörung nicht bekämpfen, so Müller weiter. Häufig ist die Empfehlung zu lesen, dass die Einhaltung einer fettarmen Lebensweise notwendig ist, um die Blutfette zu senken und das ist falsch, klärt der Autor auf. In der Ernährungstherapie von erhöhten Cholesterinwerten ist es notwendig, ausreichend mehrfach ungesättigte Fettsäuren zuzuführen. Und das ist nur möglich, wenn mindestens 30 besser 35 Prozent der Energie der Nahrung aus Fett stammen. In seinem Ratgeber formuliert der Medizinjournalist sein Plädoyer für eine gesündere und fettreichere Ernährungsweise, die aber die Zufuhr gesättigter Fettsäuren einschränkt und Transfettsäuren, die beispielsweise in Butter vorkommen, weitgehend ausschließt. Einige gesättigte Fettsäuren sind nachweislich Cholesterinspiegel-erhöhend, betont Sven-David Müller. Zu den besten Cholesterinkillern gehören laut Müller Soja, Orangen, Brombeeren, Äpfel, Artischocken und roter Reis, Shiitake Pilze, Knoblauch, Flohsamen, Guar, Phytosterine, Walnüsse, Zimt, Rapsöl, Leinöl, Hafer und Haferkleie sowie die Probiotikalieferanten Kefir und Brottrunk.
 
Diätexperte und Medizinjournalist Sven-David Müller
Der Ratgeber „Die 50 besten Cholesterinkiller“ hat der Diätexperte und Medizinjournalist Sven-David Müller, M.Sc., im renommierten Trias Verlag in Stuttgart herausgegeben. Müller war zehn Jahre am Universitätsklinikum der RWTH Aachen in der Klinik für Stoffwechselkrankheiten und Gastroenterologie tätig und hat sich hier wissenschaftlich und praktisch mit dem Thema Cholesterinspiegelsenkung durch Ernährungsumstellung befasst. Zusammen mit Medizinern hat er die Cholesterinschulung an der Uniklinik Aachen durchgeführt. Sven-David Müller hat nutritive Medizin studiert und mit dem akademischen Grad Master of Science in Applied Nutritional Medicine (Angewandte Ernährungsmedizin) abgeschlossen. Zudem ist er staatlich anerkannter Diätassistent und Diabetesberater der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Sven-David Müller (41) ist verheiratet und in Marburg an der Lahn als Medizinjournalist und Gesundheitspublizist tätig. Er wohnt in Niederweimar und leitet hier das Zentrum und die Praxis für Ernährungskommunikation, Diätberatung und Gesundheitspublizistik (ZEK). Bibliografische Daten:
 
Die 50 besten Cholesterinkiller
Sven-David Müller
Trias Verlag
ISBN 978-3-8904-3634-8
 
Journalisten-Service: Rezensionsexemplare können unter diaetmueller@web.de angefordert werden.
 
Linktipps Cholesterin
www.cholesterincheck.com
www.dkgd.de
www.svendavidmueller.de
 
Buchtipps Cholesterin
Kaum Cholesterin Kochbuch, Mainz Verlag, Aachen
Cholesterin Ampel, Trias Verlag, Stuttgart
Ernährungsratgeber Cholesterin, Schlütersche Verlagsgesellschaft, Hannover
Die gesetzlichen Krankenkassen stellen kostenlos Informationsmaterial über die Ernährung bei erhöhten Blutfettwerten zur Verfügung.

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