Nachricht

Aschermittwoch beginnt die gefährliche Fastenzeit!

21.02.2007
von Sven-David Müller

Während die katholische Kirche bereits 1960 die Fastengebote gelockert hat, fallen immer noch jährlich Hunderttausende auf das angeblich heilende, entschlackende oder sogar als schlankmachend gepriesene Fasten hinein und gefährden ihre Gesundheit, kritisiert heute Ernährungsexperte Sven-David Müller-Nothmann die Fastenmafia. Ab Aschermittwoch ist auch in diesem Jahr wieder Fastenzeit angesagt: Damit ist aber nicht nur das religöse Fasten, also die Abstinenz liebgewordener Dinge gemeint, sondern vielmehr eine Ernährungsweise, die weder der wissenschaftlichen Überprüfung standhält, noch gesundheitsförderlich ist, sondern vielmehr als Hokuspokus zu bezeichnen ist, erläutert Diätexperte Sven-David Müller-Nothmann von Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK) in Köln. Seit vielen Jahren warnen die wissenschaftlichen Fachorganisationen vor dem Fasten und fordern die Bevölkerung auf, von solchem Hokuspokus Abstand zu nehmen und sich stattdessen gesundheitsbewusst zu ernähren. Unkontrolliertes Fasten außerhalb von Kliniken kann sogar tödlich enden, warnt Sven-David Müller-Nothmann nachdrücklich. Durch Fasten kommt es zu einem Proteinmangel, und den gleicht der Organismus durch den Abbau von Muskeln aus. Dabei macht er auch vor dem Herzmuskel nicht halt. Herzkranke dürfen daher unter keinen Umständen fasten, denn sonst gefährden sie ihr Leben, informiert Sven-David Müller-Nothmann. Mit den populären Schlagworten Entschlackung, Abnehmen und Entgiftung wickelt die Fastenmafia, die viele Millionen Euro mit Büchern, Kursen und Glaubersalz und anderem Hokuspokus verdient, seit Jahren die Verbraucher ein und verschweigt dabei bewußt, dass sogar der Begriff „Heilfasten“ selbstgewählt, also frei erfunden, ist, kritisiert Müller-Nothmann weiter.

{mosgoogle} 

Fasten stellt für den Organismus des Menschen in jedem Falle eine extreme Stress-Situation dar. Auch die Psyche kann darunter leiden, und daher dürfen Menschen, die unter depressiver Verstimmung leiden, nicht fasten. Während Naturheilkundler sonst grundsätzlich vor der Übersäuerung warnen, rufen sie diese mit dem Fasten bewusst hervor. Und das in einem Ausmaß, das tatsächlich gefährlich sein könnte. Eine negative Stickstoffbilanz ist in der Regel die Folge des Fastens. Grundsätzlich sollte die Proteinzufuhr nicht unterhalb von 50 Gramm täglich liegen. Das ist mit Tee- oder Saftfasten nicht zu erreichen, betont Sven-David Müller-Nothmann. Um die für den Organismus lebenswichtige Eiweißmenge aufzunehmen, empfiehlt Sven-David Müller-Nothmann täglich 150 Gramm Magerquark zu essen. Gerade im Frühjahr sind die Abwehrkräfte gefordert. Das Immunsystem ist jedoch durch Fasten massiv gefährdet, denn das Fasten führt oft zum Untergang der gesundheitsförderlichen Darmflora. Zwei Drittel der Abwehrkräfte des Körpers stammen aus dem so genannten darmassoziierten Immunsystem, das sich im Darm befindet. Dieses nimmt durch Fasten Schaden, und es können dadurch sogar gefährliche Krankheitserreger in den Körper eindringen. Ganz massiv ist die Gefahr, wenn Glaubersalz zur Stuhlentleerung verwendet wird. Solche Substanzen haben keinen Platz in der modernen Pharmakotherapie und Menschen, die nicht vom Fasten ablassen können oder möchten, sollten den Darm besser anders entleeren. Gastroenterologen wenden Glaubersalz schon seit vielen Jahren nicht mehr an. In jedem Falle macht das Fasten die Wideraufforstung der Darmflora mit Probiotika erforderlich. Probiotische Milchsäurebakterien sind beispielsweise in Sauerkraut oder Brottrunk enthalten. Im Gegensatz zu probiotischem Joghurt oder Drinks enthalten Sauerkraut und Brottrunk natürlich hocheffektive Probiotika. Professor Hademar Bankhofer bezeichnet die Brotmilchsäurebakterien als Elitetruppe der Milchsäurebakterien. Sie bauen die Darmflora auf und machen den Körper abwehrstark, betont Sven-David Müller-Nothmann, der den täglichen Konsum von zwei Gläsern Brottrunk als Immunbooster empfiehlt. Dies gilt umso mehr, wenn dem Brottrunk noch Vitamin C über Sanddornsaft und natürliche „Antibiotika“ über kaltgeschleuderten Bienenhonig zugesetzt werden. Anstatt Fasten rät Diätexperte Sven-David Müller-Nothmann dazu, jetzt mehr frisches Gemüse und Frischobst zu verzehren, täglich 3 Flaschen Mineralwasser zu trinken und auf alkoholische Getränke sowie Genussmittel wie Kaffee, Schwarztee oder Zigaretten zu verzichten. Das ist wirklich gesund und bringt schon nach wenigen Tagen deutliche Effekte, betont Sven-David Müller-Nothmann abschließend. Individuelle kostenlose Information zur gesunden Gewichtsreduktion durch Ernährungsmediziner sowie qualifizierte Ernährungsberater ermöglicht das fachärztliche Beratungsportal http://www.qualimedic.de.

Buchtipps für eine gesunde Ernährungsweise:

Moderne Ernährungsmärchen, Sven-David Müller-Nothmann, Michael Vogt und Doreen Nothmann, Schlütersche Verlagsanstalt, ISBN 3-89993-524-1, 12,90 Euro

Die Müller-Diät, Sven-David Müller-Nothmann, Schlütersche Verlagsanstalt, ISBN 3-89993-504-7, 12,90 Euro

Das Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK) mit Sitz in Köln widmet sich insbesondere der individuellen Ernährungsberatung und betreibt wissenschaftlich begründete publikumsorientierte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Ernährung, Prävention und Diätetik. Der bekannte Medizinpublizist Sven-David Müller-Nothmann leitet das ZEK. Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK), Sven-David Müller-Nothmann, Gotenring 37, 50679 Köln-Deutz, 0172-3854563, http://www.svendavidmueller.de, info@svendavidmueller.de

Zurück

© All rights reserved