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Cholesterinspiegel durch Lebensmittel senken

30.11.2008
von Sven-David Müller
{mosloadposition contentAd}Wer sich richtig ernährt und cholesterinspiegelsenkende Nahrungsinhaltsstoffe in seinen Speiseplan einbaut, kann auf Arzneimittel verzichten. Die meisten Patienten, die unter Fettstoffwechselstörungen leiden, benötigen keine Lipidsenker, sondern eine Ernährungsumstellung und mehr Bewegung, macht Sven-David Müller in seinem neuen Buch „Ernährungsratgeber Cholesterin“ deutlich. Herzinfarkt und Schlaganfall sind noch immer die häufigsten Todesursachen in Deutschland. Hauptrisikofaktoren für Herz-Gefäßkrankheiten sind Fettstoffwechselstörungen, Zigarettenrauchen, Bewegungsmangel, Stress, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes mellitus sowie erbliche Faktoren. Praktisch alle Risikofaktoren für Erkrankungen von Herz, Gefäßen und Gehirn lassen sich durch eine Umstellung der Ernährungs- und Lebensweise positiv beeinflussen. Leider setzen noch immer zu viele Ärzte auf den Einsatz von Arzneimitteln, die die Blutfette senken. Diese Lipidsenker sind aber nicht erst seit dem Lipobay-Skandal ins Gerede geraten. Grundsätzlich haben diese Medikamente ein breites und bedrohliches Spektrum von Neben- und Wechselwirkungen. Demgegenüber hat eine cholesterinspiegelsenkende Ernährungsweise nur positive Wirkungen auf die Gesundheit. Für den neuen Ernährungsratgeber hat Sven-David Müller die wissenschaftliche Literatur zu den Effekten von Lebensmitteln und Nahrungsinhaltsstoffen auf die Blutfette ausgewertet. Es ist durch eine gezielte Ernährungstherapie möglich, den Cholesterinspiegel um bis zu 30 Prozent zu senken. Damit bedürften Patienten bis zu einem Cholesterinspiegel von 300 mg/dl keiner Lipidsenker. Das macht zwei Drittel der verordneten Lipidsenker überflüssig und bietet den Krankenkassen die Möglichkeit, mehrere hundert Millionen Euro einzusparen.

 

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Zu den besten Cholesterinsenkern gehören die auch als Quellstoffe bezeichneten wasserlöslichen Ballaststoffe (Pektin, Oligofruktose, Haferkleie, Plantago ovata Samenschalen sowie Guarkernmehl), Lecithin, Artischocken-Konzentrat, Phytosterine, vegane und maritime Omega-3-Fettsäuren sowie ungesättigte Fettsäuren aus Nüssen, Samen und Ölfrüchten. Die Wirkung von maritimen und veganen Omega-3-Fettsäuren, die im Öl fetter Fische sowie Leinöl enthalten sind, senken die Triglyzeride im Blut mindestens genauso effektiv wie triglyzeridsenkende Pharmaka aus der Gruppe der Fibrate. Patienten, die fettes Fleisch durch Sojaprodukte ersetzen, senken den Cholesterinspiegel deutlich. Außerdem empfiehlt Sven-David Müller seinen Lesern den täglichen Genuss von 30 Gramm Nüssen oder Samen. Die beste Wirkung auf den Cholesterinspiegel haben Walnüsse, Pistazien und Mandeln. Entgegen bisheriger Annahme ist bei einem moderaten Konsum von Nüssen nicht mit einer Gewichtszunahme zu rechnen. Als Speisefette sollten Menschen, die unter erhöhten Blutfetten leiden, phytosterinhaltige Diäthalbfettmargarine sowie Raps-, Lein- oder Nussöle verwenden. Olivenöl enthält zu viele gesättigte Fettsäuren, um sich wirklich gesundheitsförderlich auszuwirken. Neben dem Ernährungsmärchen, dass Olivenöl gut fürs Herz sei, räumt Sven-David Müller mit einem weiteren auf: Hühnereier wirken sich nicht negativ auf den Cholesterinspiegel aus und erhöhen auch das Herzinfarktrisiko nicht. Im Gegenteil: das Lecithin aus dem Eidotter wirkt sich sogar cholesterinspiegelsenkend aus. Außerdem helfen Hühnereier bei der Gewichtsreduktion, wie eine aktuelle Studie zeigt. Menschen, die Frühstückseier essen, verzehren im Tagesverlauf weniger als Menschen, die darauf verzichten. Damit hilft das Hühnerei beim Abnehmen und senkt den Cholesterinspiegel, fasst Sven-David Müller zusammen. Cholesterinspiegelerhöhend wirken sich insbesondere Transfettsäuren sowie bestimmte gesättigte Fettsäuren aus. Zucker, zuckerreiche Lebensmittel, gesättigte Fettsäuren sowie Fruchtzucker erhöhen den Triglyzierid-Spiegel.

Der Ernährungsratgeber Cholesterin beinhaltet mehr als 60 cholesterinspiegelsenkende Rezepte, die die Autoren in ihrer Lehrküche erprobt haben. Eine Liste der größten Cholesterinbomben, Informationen über Transfettsäuren sowie eine Tabelle, die das Austauschen von Lebensmitteln ganz einfach macht, runden das 144seitige Buch ab. Christiane Weißenberger und Sven-David Müller sind seit mehr als zehn Jahren zusammen als Buchautoren tätig. Christiane Weißenberger ist Hauswirtschafterin, Diätassistentin und Diabetesassistentin. Sven-David Müller studiert als Diätassistent und Diabetesberater nutritive Medizin. Er lebt und arbeitet in Berlin als Medizinjournalist und Gesundheitspublizist.

Bibliografische Daten: Ernährungsratgeber Cholesterin, Sven-David Müller/Christiane Weißenberger, Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH und Co. KG, 12,90 Euro, ISBN

Die Bücher können zur Rezension unter diaetmueller@web.de oder direkt bei der Schlüterschen Verlagsgesellschaft (rheinlaender@schluetersche.de) bestellt werden.

Das Zentrum für Ernährungskommunikation, Diätberatung und Gesundheitspublizistik (ZEK) mit Sitz in Berlin-Charlottenburg widmet sich insbesondere dem Ernährungscoaching und betreibt wissenschaftlich begründete publikumsorientierte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in den Bereichen Ernährung, Prävention, Diätetik und Gesundheit. Das ZEK ist ein Zusammenschluss von Ernährungswissenschaftlern, Medizinern, Diätassistenten sowie anderen Natur- und Geisteswissenschaftlern. Der Ernährungs- und Medizinpublizist Sven-David Müller leitet das ZEK.

Zentrum für Ernährungskommunikation, Diätberatung und Gesundheitspublizistik (ZEK), Sven-David Müller, Wielandstraße 3, 10625 Berlin-Charlottenburg, Telefon 030-74780900, 0172-3854563, diaetmueller@web.de, http://www.svendavidmueller.de

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