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Das Reizdarmsyndrom muss kein Reizthema sein

12.04.2013
von Sven-David Müller
In den Industrienationen leidet rund ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung unter dem Reizdarmsyndrom. Nur ein Bruchteil der Betroffenen wird korrekt behandelt. Der „Ernährungsratgeber Reizdarmsyndrom – Genießen erlaubt“ von Sven-David Müller und Christiane Weißenberger setzt sich intensiv mit dem Thema Reizdarmsyndrom auseinander und fasst die wichtigsten Informationen über die richtige Ernährungsweise bei Reizdarm zusammen.

Das Reizdarmsyndrom ist eine funktionelle des Verdauungssystems ohne erkennbare Ursache. Die Betroffenen leiden unter Symptomen wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung oder Völlegefühl. Ausgelöst wird das Reizdarmsyndrom häufig durch psychosomatische Faktoren wie Stress oder eine ballaststoffarme fettreiche Kost. Das erste Kapitel des Buches führt in das Thema Reizdarmsyndrom ein und skizziert die drei Grundpfeiler einer Therapie dagegen: die Behandlung mit geeigneten Medikamenten, psychotherapeutische Ansätze zum besseren Umgang mit Stressoren sowie eine angemessene gesunde Ernährungsweise.

Kapitel 2 verrät, was bei einer Umstellung der Ernährung bei einem Reizdarmsyndrom zu beachten und gleichzeitig zu meiden ist. Die Verfasser des Ratgebers empfehlen beispielsweise eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Flüssigkeit und raten von Genussmitteln wie Alkohol, Koffein und Nikotin ab. Darüber hinaus erfährt der Leser, warum er darüber hinaus phosphathaltige Speisen, Geschmacksverstärker sowie bestimmte Gewürze wie Chili, Curry und Pfeffer meiden sollte. Wer bereits unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie einer Laktose-Unverträglichkeit leidet, bekommt ebenfalls Ratschläge an die Hand, was er oder sie bei einer Ernährungsumstellung beachten sollte.

Hilfe zur Selbsthilfe und kulinarische Leckereien

Das dritte Kapitel vertieft das Thema und empfiehlt Selbsthilfemaßnahmen, die beim Auftreten ganz bestimmter Symptome und Unverträglichkeiten wie Verstopfungen, Blähungen oder Durchfall helfen können. Dabei wird auch auf zur Verfügung stehende Hausmittel verwiesen.

Eine gesunde Ernährungsweise für Betroffene eines Reizdarmsyndroms bedeutet nicht, in kulinarischer Hinsicht Verzicht üben zu müssen. Deshalb werden im Hauptteil des Taschenbuchs zahlreiche Rezepte für jede Mahlzeit des Tages und für jeden Geschmack aufgelistet.

Reizdarm muss kein Reizthema mehr sein. Wer sich an die Tipps aus dem Buch hält, kann seine Symptome lindern und ein beschwerdefreieres Leben führen. Die wichtigsten Informationen rund um das Thema Reizdarm werden leichtverständlich zusammengefasst. Das gilt auch für die zahlreichen Rezepte. Gerade weil es so viele Menschen gibt, die unter den Symptomen eines Reizdarmsyndroms leiden, ist es wichtig, dass es Ratgeber wie diesen gibt.
Der Ernährungsratgeber Reizdarm von Sven-David Müller und Christiane Weißenberger ist im Schlüterschen Verlag erschienen und kostet im Buchhandel 24,95 Euro. Rezensent: Patrick Jiranek, freier Journalist aus Offenbach am Main.

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