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Der Kälte trotzen

13.02.2012
von Sven-David Müller
Wer hätte das gedacht? Der Winter hat Einzug gehalten! In einigen Regionen Deutschlands wurden Anfang Februar die niedrigsten Temperaturen seit 100 Jahren gemessen. Die Kälte stellt eine Herausforderung für unseren Körper dar. Die Redakteure der ellviva-Gesundheitsredaktion verraten deshalb, was zu tun ist, um den Minustemperaturen zu trotzen:

Es gibt viele Möglichkeiten etwas gegen die Kälte zu tun: Diese beschränken sich nicht nur auf warme Kleidung oder ein gut geheiztes Zuhause. Auch mit der richtigen Ernährungsweise und einem geeigneten Wellness-Programm lassen sich Körper und Seele winterfest machen. „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung!“ So heißt es heute noch bei der Bundeswehr. Und es stimmt: Warme Kleidung, nach dem Zwiebelprinzip in mehreren Schichten getragen, schützt gut vor der Kälte. Wenn es unter der Kleidung trotzdem mal zu warm werden sollte, ist es besser eine dünne Kleidungsschicht abzulegen als eine dicke.

Den Kopf schützen
Da über unseren Kopf viel Wärme verlorengeht, ist es besonders wichtig, ihn mit einer Mütze zu schützen. Nacken und Hals sollten mit einem Schal warm gehalten werden. Kälteempfindlich sind außerdem die Lenden. Sie schützt wie den ganzen Oberkörper eine dicke Jacke oder ein dicker Mantel. Gegen kalte Finger helfen Handschuhe. Das Material der Handschuhe sollte in der Lage sein, viel Luft einzuschließen.  Trockene Füße und Waden sind unverzichtbar, denn über die Füße geht viel Wärme verloren. Dichtes und warmes Schuhwerk sowie dicke und trockene Socken sind daher gerade in den Wintermonaten von großer Wichtigkeit. Fazit: Alles was weit von der Körpermitte entfernt ist, friert leicht und bedarf eines optimalen Schutzes.

Wärme kommt von innen
Mit der richtigen Ernährungsweise kann der Organismus unterstützt werden. Wenn es draußen kalt ist, braucht er mehr Energie als sonst. Damit das Immunsystem in Form bleibt, ist eine ausgewogene und vitaminreiche Kost beziehungsweise eine gesunde Ernährung von großer Bedeutung. Einige Speisen haben darüber hinaus den Vorteil, dass sie sozusagen Wärme von innen spenden. Das gilt vor allem für scharfe Lebensmittel, die Capsaicin beinhalten. Das ist ein Stoff mit einer durchblutungsfördernden Wirkung. Capsaicin ist zum Beispiel in den Gewürzen Chili, Ingwer, Pfeffer und Tabasco enthalten.  Im Winter ist es zudem notwendig, mindestens zwei Liter am Tag zu trinken, am besten in Form von Wasser oder Mineralwasser. Fehlt dem Körper Flüssigkeit, kann er austrocknen und somit kälteanfälliger werden. Geeignete Getränke für die kalte Jahreszeit sind außerdem ein heißer Lindenblüten- oder Ingwertee. Alkoholische Getränke sind dagegen bei Kälte tabu! Alkohol bewirkt, dass die Blutgefäße in der Haut erweitert werden. Es gelangt dorthin mehr Blut. Der Körper gibt wegen der niedrigen Außentemperatur schneller Wärme ab. Gleichzeitig wird das Blut von den inneren Organen abgezogen. Wenn diese nicht mehr ausreichwend mit Blut versorgt werden, besteht die Gefahr der Unterkühlung.

Frauen frieren stärker als Männer
Frauen sind im Allgemeinen kälteempfindlicher als Männer, weil ihre Oberhaut etwa 15 Prozent dünner ist. Die Haut kann im Winter aber geschützt werden, indem eine fetthaltige Feuchtigkeitscreme aufgetragen wird. Bei Minustemperaturen sollten die Intervalle zwischen den Peelings außerdem vergrößert werden. Es sind jetzt eher sanfte Peelings gefragt, weil Peelings die durch die Kälte ohnehin belasteten oberen Hautschichten zusätzlich schwächen können.

Dem Körper und der Seele etwas Gutes tun

Auch zu Hause gibt es Möglichkeiten, sich gegen die Kälte zu wappnen. Zum Beispiel in Form eines Heizkissens oder einer Wärmflasche am Rücken. Sollte das Immunsystem schon angeschlagen sein, kann ein Fuß- oder Wadenbad der drohenden Erkältung Einhalt gebieten. Das gilt auch für ein Vollbad mit Eukalyptusöl. Anschließend sollte sich allerdings gründlich abgetrocknet und eine zweistündige Bettruhe eingehalten werden. Regelmäßige Saunagänge können das Immunsystem ebenfalls stärken. Für alle Freunde der Bade- und Saunakultur gilt aber: Auf beides sollte bei Fieber verzichtet werden!

Trotz Kälte an die frische Luft!

Wegen der langanhaltenden Dunkelheit bildet die Nebenniere im Winter verstärkt das Schlafhormon Melatonin. Das drückt die Stimmung. Deshalb sind gerade in der kalten Jahreszeit Tageslicht und frische Luft wichtig. Tageslicht fördert die Produktion von Serotonin. Das ist ein Botenstoff, der für unser Wohlbefinden und indirekt auch für unser Immunsystem von Bedeutung ist. Deshalb ist es notwendig, jeden Tag mindestens einmal für 20 Minuten ins Freie zu gehen. Gut für die Produktion von Serotonin und andere glücklich machenden Botenstoffen ist zudem regelmäßige sportliche Betätigung. In dem Artikel „Achtung Erkältung, wie man sich schützt“, haben die ellviva-Gesundheitsredakteure die besten Abwehrmaßnahmen gegen den grippalen Infekt zusammengetragen: http://www.ellviva.de/Gesundheit/Erkaeltung-Arbeitsplatz.html
Umfangreiche Informationen zu Erkältungskrankheiten gibt es außerdem im gleichnamigen Themenüberblick.

Das Ratgeberportal im Internet heißt ellviva
Das Ratgeberportal ellviva.de ist ein Online-Angebot mit der Kern-Zielgruppe Frauen. Themenschwerpunkte sind Gesundheit mit über 60.000 redaktionellen Seiten
(  www.ellviva.de/Gesundheit  ), aber auch Wellness und Schwangerschaft. ellviva setzt auf qualitativ hochwertigen und detaillierten Content, zum Beispiel zu Krankheiten und Medikamenten.

Redaktion: Patrick Jiranek und Sven-David Müller, ellviva-Redaktion

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