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Die Chancen und Risiken der Augenlaserbehandlung mit Lasik

22.09.2009
von Sven-David Müller

Welche Chancen und Risiken die Augenlaserbehandlung aufweist, stellt Medizinjournalist Sven-David Müller dar: Seit 23 Jahren können Augenärzte die Fehlsichtigkeit mit  Augenlaser behandeln. Die Behandlung der photorefraktiven Keratektomie fand 1986 erstmalig mit dem Laser statt. Inzwischen stehen dem Augenarzt für eine Vielzahl von Augenerkrankungen verschiedene bewährte Lasertechnologien und Augenlasergeräte (beispielsweise Lasik, Femto-Lasik, Lasek oder Epilasik) zur Verfügung. Die Gesundheitsredaktion des Internetportals www.imedo.de informiert über die Augenlaserbehandlung. Die Augenlasertherapie bietet in vielen Fällen die Möglichkeit, Brille und Kontaktlinsen zu ersetzen. Lasik steht für „Laser Assisted in Situ Keratomileusis“.

Lasik für gutes Sehen ohne Brille
Aus der photorefraktiven Keratektomie ging die Lasik bereits zu Beginn der 90er-Jahre hervor. Sie kombiniert eine operative Schnitttechnik mit der Anwendung der Laserstrahlen (Excimer-Laser). Indikationen für die Lasik sind Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und auch Hornhautverkrümmung bei Kurzsichtigkeit. Mehr als 90 Prozent der Fehlsichtigen können von einer Lasik-Laserkorrektur profitieren. Die Lasik-Therapie ist daher weltweit die am häufigsten von Augenärzten in Augenlaser-Zentren genutzte Möglichkeit zur Beseitigung der Fehlsichtigkeit.

Lasik-Behandlung ist effektiv und geht schnell
Die Augenlaseroperation mit Lasik dauert nur wenige Minuten und findet unter lokaler Betäubung mit Augentropfen in Augenlaser-Kliniken, Augenlaser-Zentren oder herkömmlichen Augenkliniken durch speziell ausgebildete Augenärzte statt. In den Augenlaser-Kliniken führen die Augenchirurgen die Lasertherapie der Augen ambulant durch. Wenige Stunden nach der Augenlaser-Therapie mit Lasik ist ein normales Sehvermögen wiederhergestellt.

Mikrokeratom oder Femto-Lasik bereiten auf den Lasereingriff vor
Vor der Augenlaserbehandlung mit Lasik setzt der Augenarzt einen Saugring auf das Auge und fixiert es dadurch. Mit einem „Hobel“ (Mikrokeratom) schneidet der Augenchirurg eine dünne Scheibe der Hornhaut teilweise ein. Verwendet der Augenchirurg bei der Operation anstelle des mechanischen Mikrokeratoms einen Laser (Femtosekundenlaser), bezeichnen Augenlaserspezialisten den vorbereitenden Eingriff als Femto-Lasik. Vor der Lasik-Behandlung ist diese Vorbereitung notwendig, um in das innere der Hornhaut zu gelangen. Um das Hornhautinnere freizulegen, klappt der Augenchirurg vor der eigentlichen Laserbehandlung mit Lasik die zuvor mit Mikrokeratom oder Femtosekundenlaser eingeschnittene Hornhautscheibe wie einen Buchdeckel auf.

Der Lasereingriff mit Lasik bei Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautkrümmung
Nachdem die Hornhautscheibe weggeklappt ist, setzt der Augenchirurg den Laser an und beginnt mit der Lasertherapie. Ein Excimer-Laser modelliert die tieferen Hornhautschichten und beseitigt die Fehlsichtigkeit. Bei der Kurzsichtigkeit nutzt der Augenchirurg den Laser, indem er die Hornhaut im Zentrum abflacht. Bei der Weitsichtigkeit trägt er mit dem Laser die Hornhaut um das Zentrum ringförmig ab. Eine Hornhautverkrümmung behandelt der Augenchirurg im Rahmen der Lasik-Behandlung zur Korrektur der Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit gleich mit. Dabei trägt er die Hornhaut ab, um sich der optimalen Kugelform anzunähern. Im Anschluss an die Lasik-Therapie klappt der Augenchirurg die Hornhautscheibe wieder in die Ausgangsposition zurück. Die zurückgeklappte Hornhautscheibe haftet von selbst und schützt als „körpereigenes Pflaster“ die „Laserwunde“.

Risiken der Augenlaserbehandlung
Wie bei allen operativen Eingriffen ist die Augenlasertherapie nicht ohne Risiko. Aber das Risiko ernsthafter Komplikationen durch einen Lasereingriff am Auge ist außerordentlich gering. Die Augenchirurgen in den Augenlaser-Zentren klären die Patienten vor dem Eingriff ausführlich über die möglichen Risiken einer Augenlasertherapie auf. Grundsätzlich geht der Therapie mit Augenlaser eine ausführliche Beratung und Diagnostik voraus, um die Risiken weiter zu vermindern. Viele Augenlaser-Kliniken und Augenlaser-Zentren bieten einen kostenlosen Augencheck vor der Augenlaserbehandlung an. Zur optimalen Laserbehandlung braucht der Augenarzt viel Erfahrung als Augenchirurg. Die behandelnden Fachärzte sollten langjährige Erfahrung als Augenchirurg haben und die Durchführung von vielen Laserbehandlungen nachweisen können.

Steigende Nachfrage nach Laserbehandlung
Immer mehr Menschen möchten sich die Augen lasern lassen. Die Kosten einer Lasik-Behandlung sind nicht höher als die Kosten, die Kontaktlinsen und Reinigungsprodukte oder auch Brillen über Jahre verursachen. Oft amortisiert sich die Laseroperation bei Fehlsichtigkeit schon innerhalb weniger Jahre.

Augenportal www.operationauge.de gehört zum imedo-Netzwerk
Zum Netzwerk der imedo GmbH gehört neben dem Gesundheitsportal www.imedo.de auch die Internetseite www.operationauge.de, die sich an Patienten mit Augenkrankheiten wendet und beispielsweise ausführliche Informationen über Augenlaserbehandlung mit Lasik, Lasek, Epilasik, C-Ten oder Femto-Lasik gibt.

Kosten der Augenlaserbehandlung
Augenlaser-Zentren gibt es überall in Deutschland. Die Kosten für eine Augenlaserbehandlung übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nicht. Ein Patient, der sich die Augen lasern lassen möchte, muss mit 1.000 bis 2.000 Euro Kosten pro Auge rechnen.

Augenlasern mit Lasek und Epi-Lasik (Epilasik)
Neben der Augenlaserbehandlung mit Lasik gibt es noch die Lasek (Laser Epithelial Keratomileusis) und die Epilasik (Epitheliale Laser in Situ Keratomileusis). Lasek bezeichnen  Augenlaserspezialisten auch als ELSA (Excimer Laser Subepitheliale Ablation). Bei diesen Formen der Laserbehandlung der Augen wird die Brechkraft an der Oberfläche der zentralen Hornhaut verändert. Das Hornhautgewebe trägt der Augenchirurg in diesem Fall im optischen Zentrum computergesteuert mit Excimer-Laser ab. Die Lasek und Epilasik wendet der Augenlaserspezialist an, wenn eine einfache Kurzsichtigkeit oder eine Kurzsichtigkeit mit Hornhautverkrümmung vorliegt.

Die modernste Augenlaseroperation mit C-Ten
Die Abkürzung C-Ten steht für Customized transepithelial no-touch ablation. Sie ist eine Weiterentwicklung der Lasek und Epilasik. Es handelt sich dabei um die jüngste und schnellste Laserbehandlung. „C“ bedeutet, dass die Therapie für jeden Patienten individuell berechnet und der Form der Hornhaut und deren Oberfläche angepasst wird, abhängig von der Korrekturstärke, der Hornhaut-Topografie, der Pupillenreaktion und dem Lebensstil. „Ten“ bedeutet, dass die Ablation (Abtragung) des Epithels durch den Laser und somit ohne Kontakt erfolgt. Die C-Ten-Augenlasertherapie ist die einzige Lasermethode, bei der das Auge mit keinem Instrument berührt wird.

Das umfassende Medizinlexikon von imedo.de beinhaltet viele weitere Informationen zum Thema „Auge“: http://www.imedo.de/medizinlexikon/auge

In der imedo-Gruppe „Auge“ (http://www.imedo.de/group/overview/index/15-rund-um-s-auge) können Sie mit anderen Betroffenen diskutieren von „Homöopathie fürs Auge“ bis „Laser-OP bei Kurzsichtigkeit“.

Tauschen Sie sich in der Gruppe „Lasik und Femto-Lasik - Augenoperation mit Laser“ (http://www.imedo.de/group/overview/index/1345-lasik-und-femto-lasik-augenoperation-mit-laser) mit anderen über Augenprobleme und -lösungen aus und profitieren Sie von den Erfahrungen der Gesundheitscommunity von imedo.de.

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Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten.

Redaktion: Medizinjournalist Sven-David Müller

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