Nachricht

Die neuen Ernährungstrends im Vergleich: Vegan, vegetarisch, Paläo- und Rohkostdiät

06.09.2015
von Sven-David Müller

Das Bewusstsein für gesunde Ernährung ist seit einigen Jahren konstant hoch. Knapp 25 Mio. Menschen ab 14 Jahren sind demnach "besonders interessiert" an gesunder Ernährung, während gut 34 Mio. Menschen angeben "mäßig interessiert" zu sein, lediglich um die 10 Mio. Menschen zeigen "kaum oder gar kein Interesse" an gesunder Ernährung, ergab eine Umfrage der Jahre 2012 bis 2015. Daher überrascht es nicht, dass sich Ernährungstrends entwickeln, die jeweils ein Mehr für die Gesundheit versprechen. Kochbücher zur Rohkost- und Paläo-Diät, vegetarische und vegane Koch- und Backbücher belegen die Spitzenplätze bei Amazon in der Bücher-Kategorie "Kochen & Genießen".



Was für die Trends spricht



Sowohl die Anhänger der Paläo-Diät, auch "Steinzeit-Diät" genannt, wie auch Vegetarier und Veganer weisen darauf hin, dass ihre Ernährungsweise gesünder ist als die "Otto-Normal-Verbraucher-Diät" und vor Zivilisationskrankheiten wie Diabetes Typ 2 oder diversen Herzerkrankungen schützen soll. Fans der pflanzlichen Ernährung verweisen etwa auf die China Study, während Paläo-Begeisterte zu bedenken geben, dass indigene Völker, die sich weitestgehend naturbelassen ernähren, kaum solche Krankheiten zeigen würden. 



Die Ernährungsweisen im Überblick



Dabei könnten die Trends unterschiedlicher kaum sein. Während Vegetarier auf Fleisch verzichten und Veganer gar keine Produkte vom Tier zu sich nehmen - auch keine Eier oder Milchprodukte, wird in der Paläo-Diät verhältnismäßig viel Fleisch gegessen. Worauf jedoch in der Paläo-Diät verzichtet wird, sind Hülsenfrüchte, Getreide, Milchprodukte und industriell verarbeitete Produkte und Fertigprodukte - dazu zählen nicht nur Fertiggerichte, sondern z.B. auch Zucker und Soft Drinks. Der Gebrauch von pflanzlichen Ölen ist umstritten, meist wird nahrhaftes und hochwertiges Kokosöl dennoch verwendet. Aus der rein pflanzlichen Ernährung sind Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen und auch Erdnüsse als Proteinlieferant kaum wegzudenken. Sojaprodukte, darunter auch Tofu, sind vor allem als Fleischersatz gängig. Aus Sojabohnen, aber auch aus z.B. Mandeln, Reis, Hafer und Kokosnüssen kann pflanzliche "Milch" gemacht werden. Pflanzliche Milchalternativen gibt es auch fertig in den meisten Supermärkten und in Bioläden zu kaufen. Gewissermaßen die Schnittstelle zwischen beiden Ernährungstrends markiert die Rohkost-Diät, bei der, wie bei der Paläo-Diät, auf industriell verarbeitete Produkte verzichtet wird und bei der aber auch, wie im Vegetarismus oder Veganismus, kein Fleisch gegessen wird, sondern vor allem Obst und Gemüse und das roh oder höchstens gedörrt.



Was bedeutet gesunde Ernährung?



Neben diversen Unterschieden, haben Paläo-Anhänger und Freunde der pflanzlichen und Rohkost-Ernährung aber überraschenderweise einige Gemeinsamkeiten; sie alle gehen bewusst mit ihrer Ernährung um und achten sehr genau darauf, was auf den Teller kommt. Sie integrieren sogenannte Superfoods wie z.B. Chia-Samen, Acai-Beeren oder Maca-Pulver in ihren Speiseplan, die besonders viele Mineralstoffe und Vitamine enthalten. Sie ernähren sich mit hochwertigen und biologischen Lebensmitteln möglichst abwechslungsreich und sorgen so für eine ausgewogene Ernährungsweise und das ist gesund. Eine große Auswahl an Produkten für Veganer und Vegetarier liefern Onlinesupermärkte wie z.B. Allyouneed Fresh. Wie genau das im Detail aussieht, ist ansonsten abhängig von individuellen Überzeugungen, wie etwa, dass man Tierleid verhindern möchte, keine Lebensmittelgroßkonzerne unterstützen möchte oder einen Beitrag für den Umweltschutz leisten will.

Zurück

© All rights reserved