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Einführung in die ayurvedische Medizin

29.02.2012
von Sven-David Müller
Der indische Subkontinent ist aufgrund seiner besonderen geografischen und klimatischen Gegebenheiten ein gigantisches botanisches Reservoir. Die Menschen machen sich diesen Reichtum seit Jahrtausenden für die Heilkunde und Küche zunutze. Die Autoren Andrea Zoller und Hellmuth Nordwig ermöglichen uns mit der zweiten Auflage ihres Buchs „Heilpflanzen der ayurvedischen Medizin“ einen umfangreichen Einblick in diese sehr alte Tradition. Die Redakteure der ellviva-Gesundheitsredaktion haben das Buch gelesen und bewertet:

In einem ersten Schritt führen die Autoren den Leser in die Grundlagen der ayurvedischen Lehre ein. Das beinhaltet auch eine Erläuterung des sich von der westlichen Medizin unterscheidenden Verständnisses von Krankheiten. In der ayurvedischen Schule wird der Mensch nämlich als Miniaturabbild der Natur gesehen. Das Wort Ayurveda stammt wie alle Begriffe der ayurvedischen Tradition aus dem Sanskrit und bedeutet übersetzt etwa „Die Wissenschaft vom Leben“.

Es folgt im nächsten Abschnitt eine Auflistung der verschiedenen Organe und Sinnesorgane und den dort typischerweise auftretenden Beschwerden. Dabei werden die dafür geeigneten Heilmittel in tabellarischer Form dargestellt. Sucht ein Leser also beispielsweise ein durchblutungsförderndes Heilmittel für das Herz oder den Kreislauf, wird er dort in der Rubrik Herz und Kreislauf / Durchblutungsfördernde Pflanzen fündig.
Im Hauptteil des Buchs wird die jeweilige Wirkung der 220 wichtigsten Heilpflanzen aufgeführt. Dies geschieht in alphabetischer Reihenfolge. Dabei geht es sowohl um deren Wirkung im Allgemeinen als auch um ihre Wirkung auf die verschiedenen Körperregionen im Besonderen. Außerdem kommen mit dieser Neuauflage auch die Praxisfreunde auf ihre Kosten. In den letzten Kapiteln werden sie in die allgemeinen Aspekte der Zubereitung der ayurvedischen Heilpflanzen und deren Rezepturen eingeführt.

Das Werk eignet sich nicht nur als Lehrbuch oder als medizinisches Lexikon, sondern auch als Ratgeber mit vielen praktischen Tipps. Das setzt aber eine grundlegende Beschäftigung mit der ayurvedischen Medizin beziehungsweise ein gründliches Studium des kompakten Einführungskapitels voraus, da sich Ayurveda als eine ganzheitliche Lehre versteht, deren Logik und Systematik sich von unserer Schul-Medizin teilweise stark unterscheidet.
„Heilpflanzen der ayurvedischen Medizin“ ersetzt natürlich nicht den Arzt und schon gar keinen Spezialisten für ayurvedische Heilkunde. Der Leser bekommt aber einen umfassenden Einblick in eine sehr reichhaltige Thematik. Da es zudem kein Mensch schafft, den gesamten Inhalt innerhalb einer Inkarnation auswendig zu lernen, wird jeder an medizinischen Themen Interessierte an dieser Veröffentlichung lange Zeit seine Freude haben. Vielleicht bekommt dieses Nachschlagewerk in dem einen oder anderen Haushalt sogar einen Ehrenplatz im Bücherregal neben Omas altem Kochbuch oder dem edlen mehrbändigen ledergebundenen Lexikon, das schon seit Genrationen weitervererbt wird.

Andrea Zoller, Hellmut Nordwig: Heilpflanzen der ayurvedischen Medizin, Narayana Verlag, 736 Seiten, 69 Euro, ISBN 978-3-941707-50-7.
In den ellviva-Artikeln Indische Heilkunde: Ayurveda und Ayurveda: Essen mit Leib und Seele besteht die Möglichkeit, sich einen Einblick über die ayurvedische Medizin und Kochkunst zu verschaffen.  Weitere Informationen unter http://www.ellviva.de/Gesundheit/Ayurveda-Heilkunde.html

Das Ratgeberportal im Internet heißt ellviva
Das Ratgeberportal ellviva.de ist ein Online-Angebot mit der Kern-Zielgruppe Frauen. Themenschwerpunkte sind Gesundheit mit über 60.000 redaktionellen Seiten
(  www.ellviva.de/Gesundheit  ), aber auch Wellness und Schwangerschaft. ellviva setzt auf qualitativ hochwertigen und detaillierten Content, zum Beispiel zu Krankheiten und Medikamenten. Redaktion: Patrick Jiranek und Sven-David Müller, ellviva-Redaktion.

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