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Frauen haben öfter Essstörungen als Männer

30.04.2012
von Sven-David Müller
Wie die Zeitschrift "Prävention" auf der Grundlage einer repräsentativen Studie der Universität Leipzig berichtet, leiden in Deutschland Frauen deutlich häufiger unter Störungen im Essverhalten als Männer. Insgesamt haben 5,9 Prozent der Frauen und 1,5 Prozent der Männer hierzulande eine Essverhaltens-Störung. Die Gesundheitsredakteure des Ratgeber-Portals www.ellviva.de klären auf:

Zu den Essstörungen zählen beispielsweise Magersucht (Anorexia nervosa), Bulimie (Bulimia nervosa) sowie Essanfall-Störungen (Binge eating disorder). Die Studie zeigte außerdem, dass fettleibige Frauen elfmal so häufig an Störungen in ihrem Essverhalten leiden als normalgewichtige. Bei adipösen Männern liegt dieses Verhältnis sogar bei 20 zu 1. Die Forscher schließen daraus, dass der Zusammenhang zwischen Essverhaltens-Störungen auf der einen Seite und Übergewicht beziehungsweise Fettleibigkeit (Adipositas) auf der anderen noch stärker ist, als bislang angenommen.

Die Studie wurde auf der Grundlage des Essstörungs-Fragebogens Eating Disorder Examination-Questionnaire erhoben. An der Befragung nahmen insgesamt 2.520 Personen im Alter zwischen 14 und 95 Jahren teil, davon waren 1.354 Frauen und 1.166 Männer. Die Universität Leipzig hat eine Zusammenfassung der Studie auf ihrer Webseite veröffentlicht.

Die Gesundheits-Redaktion von ellviva hat dem Thema gesunde Ernährung einen Kanal gewidmet. Je früher Essstörungen entdeckt und therapiert werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Therapie. Das Special „Magersucht und Bulimie früh erkennen“ zeigt, was zu beachten ist. Weitere Informationen unter www.ellviva.de

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