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Frauen weniger nachtragend als Männer

13.02.2012
von Sven-David Müller
Frauen erinnern sich schlechter an negative Ereignisse als Männer. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Montreal (Kanada). Während sich die Männer unangenehme Ereignisse besser merken konnten, blieben die angenehmen leichter im Gedächtnis der Frauen haften. Die Forscher sehen darin eine mögliche Erklärung, warum sich Männer nach einem zwischenmenschlichen Konflikt häufig nachtragender verhalten als Frauen. Die ellviva-Redakteure berichten:

Im Rahmen der Studie zeigten die Wissenschaftler weiblichen und männlichen Testpersonen Bilder aus vier Kategorien. Die Bilder der ersten Kategorie beinhalteten ein unangenehmes aber emotional wenig aufwühlendes Ereignis wie ein weinendes Kind. Die Bilder der zweiten Kategorie zeigten Motive, die sowohl unangenehm als auch emotional aufwühlend sind, beispielsweise Kriegsszenen. Auf den Bildern der dritten Kategorie waren angenehme, aber emotional nicht sonderlich aufregende Motive wie süße Tierbabys zu sehen. Die Erotikfotos der vierten Kategorie sollten bei den Probanden sowohl angenehme, als auch aufregende Gefühle hervorrufen. In einer zweiten Testrunde wurden den Testpersonen die Fotos erneut gezeigt. Dazu sagte Studienleiter Dr. Marc Lavoie der Zeitschrift „Journal of Psychophysiology“: „Frauen taten sich schwerer damit, aufwühlende Bilder aus ihrem Gedächtnis abzurufen. An die angenehmen konnten sie sich dagegen viel besser erinnern als die Männer.“

EEG-Aufzeichnungen bestätigten Messungen
Die kanadischen Forscher werteten außerdem die Gehirnströme ihrer Probanden mit EEG-Aufzeichnungen aus. Wenn sich die Frauen an die schönen Bilder erinnerten, zeigte die rechte Gehirnhälfte eine gesteigerte Aktivität. Bei den Männern zeigte die linke Gehirnhälfte eine gesteigerte Aktivität, wenn sie sich an die negativen Bilder erinnerten. Die linke Gehirnhälfte ist primär für die Verstandesebene verantwortlich, während die rechte vor allem für die Gefühlseben zuständig ist. Die vollständigen Ergebnisse der Studie wurden kürzlich im International Journal of Psychophysiology veröffentlicht. Dem Thema Psychologie hat die ellviva-Redaktion einen ganzen Kanal unter http://www.ellviva.de/Gesundheit/Psychologie gewidmet.

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Redaktion: Patrick Jiranek und Sven-David Müller, ellviva-Redaktion

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