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Grünes Licht für Patienten mit Gicht

07.06.2012
von Sven-David Müller
In Deutschland haben rund vier Millionen Menschen einen erhöhten Harnsäure-Spiegel. Wird ein bestimmter Wert überschritten, ist die Gefahr, einen akuten Gichtanfall zu erleiden, extrem hoch. Dabei kann mit der richtigen Ernährungsweise vorgebeugt werden. In seinem Ratgeber „Gicht-Ampel“ verrät der Ernährungswissenschaftler, Diätberater und Sachbuch-Autor Sven-David Müller unter anderem, welche Lebensmittel für Betroffene geeignet sind und welche nicht. Dem Leser steht dafür eine übersichtliche Tabelle zur Verfügung. Das Taschenbuch liegt jetzt in einer zweiten und vollständig überarbeiteten Neuauflage vor. 

Die Gicht-Ampel erleichtert Gicht-Patienten die Ernährungsumstellung
Gleich auf den ersten Seiten der Gicht-Ampel wird erklärt, wie die Tabellen im Hauptteil richtig genutzt werden können. Somit besteht für die Patienten die Möglichkeit, sofort mit dem umfangreichen Tabellenteil zu arbeiten, ohne den theoretischen Einleitungsteil lesen müssen. In diesem wird hergeleitet, was Gicht eigentlich ist, wie sie entsteht, wie die Erkrankung diagnostiziert wird und anhand welcher Ernährungsweise ihr vorgebeugt werden kann. Patienten, die bereits einen erhöhten Harnsäure-Spiegel haben, bekommen erläutert, welche Therapie-Möglichkeiten es gibt und wie die Wahrscheinlichkeit, einen akuten Gicht-Anfall zu erleiden, mit der richtigen Ernährungsweise und anderen Selbsthilfemaßnahmen verringert werden kann.
 
Gicht-Patienten finden in der Gicht-Ampel den Purin-Gehalt von 2.600 Lebensmitteln
Das Herzstück des Nachschlagewerks besteht aus umfangreichen und übersichtlichen Tabellen, in der die für Gicht-Patienten wichtigsten Angaben von 2.600 Lebensmitteln verzeichnet sind. Im Einzelnen sind das der Energie- und Purin-Gehalt sowie der Harnsäure- Äquivalent pro Portion. In der letzten Spalte wird mit einer Ampel angezeigt, inwieweit ein Lebensmittel für Gicht-Patienten geeignet ist. Besonders geeignete Lebensmittel werden mit einem grünen Punkt versehen, bedingt geeignete mit einem gelben und ungeeignete mit einem roten Punkt – wie bei einer Verkehrs-Ampel. Ausschlaggebender Faktor ist dabei der Purin-Gehalt des jeweiligen Lebensmittels. Auch Alkoholika haben einen roten Punkt. 
 
Mit der Gicht-Ampel liegen Hyperurikämiker richtig
Im Anhang befindet sich ein Verzeichnis mit hilfreichen Postanschriften, Telefonnummern und Internetadressen, die für Betroffene interessant sind. Außerdem gibt es ein kleines Literaturverzeichnis mit anderen Werken des Autors zu verwandten Themen. Die ernährungswissenschaftlichen und medizinischen Mechanismen der Gicht sind alles andere als einfach. Dennoch werden sie in der kompakt gehaltenen Einleitung des Ratgebers für den Laien verständlich hergeleitet und erklärt. Die Reduktion auf das Wesentliche ist von Vorteil, wenn der Leser nicht mit theoretischen Informationen überfrachtet werden möchte. Wer sich intensiver mit dem Thema Gicht auseinandersetzen möchte, greift zu der einschlägigen Fachliteratur. 
 
Die Gicht-Ampel eignet sich gut zum Mitnehmen und erleichtert damit den Einkauf
Außerdem ist der Ratgeber praktisch und kleinformatig. Es kann überall hin mitgenommen werden. Beim Einkaufen oder im Restaurant kann der Leser jederzeit in der Tabelle nachschlagen, ob das angebotene Lebensmittel bedenkenlos verzehrt werden kann oder nicht. Für Gicht-Patienten ist es daher empfehlenswert, die Tabelle immer mit sich zu führen. Die Tatsache, dass die einzelnen Lebensmittel dort in den Mengen angegeben werden, die üblicherweise pro Portion verzehrt werden, ist sinnvoll und erspart dem Leser das permanente Dreisatzrechnen, also das herauf- oder herunterrechnen auf eine Portionsgröße. Das Taschenbuch von Sven-David Müller „Gicht-Ampel – Auf einen Blick: Purinwerte und Kalorien von über 2.600 Lebensmitteln“ ist im Trias-Verlag (Stuttgart 2012) erschienen und kostet im Buchhandel 9,99 Euro. Rezensent: Patrick Jiranek, Freier Journalist aus Offenbach.
 
Journalisten-Service: Die Gicht-Ampel kann zur Rezension/Besprechung kostenlos unter diaetmueller@web.de angefordert werden. 

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