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Imedo warnt: Infektionsgefahr mit HIV größer als bisher angenommen

29.12.2008
von Sven-David Müller

{mosloadposition contentAd} (Berlin – 19. Dezember 2008): HIV kann nur durch kleinste Verletzungen der Haut ins Innere des Körpers eindringen und so Menschen anstecken – das war die bisher gängige Meinung unter Fachleuten. Nun aber muss dieses Wissen revidiert werden. Thomas Hope und seine Medizinkollegen von der Northwestern Universität in Chicago haben herausgefunden, dass auch intakte Haut keine Barriere für das HI-Virus darstellt. Mithilfe von operativ entferntem Gebärmuttergewebe konnten die Wissenschaftler beweisen, dass die Viren innerhalb von vier Stunden bis zu 50 Mikrometer tief in die Substanz vordringen.


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Clevere Taktik

Das tödliche Virus bedient sich dabei einer cleveren Taktik. Es wartet bis das Gebärmuttergewebe anfängt, Gewebezellen zu erneuern. Während dieses Prozesses entstehen kleine Löcher in der Substanzoberfläche, durch die der Aids-Erreger hindurch schlüpft. In einem Laborversuch wurden HI-Viren mit einer besonderen Molekülstruktur markierten und hinterließen eine Spur, der die Forscher folgen konnten. Nach mehreren Stunden waren die Viren bereits so tief in das Gebärmuttergewebe eingedrungen, dass sie Kontakt zu diversen Zellen des Immunsystems wie Makrophagen oder T-Zellen hatten und sich weiter ausbreiteten.


Mit den auf der 48. Jahrestagung der American Society for Cell Biology (ASCB) in San Francisco bekannt gegebenen Ergebnisse erhoffen sich die Forscher nun, besser gegen den Aids-Erreger vorgehen zu können. Ob die Forschungsresultate auch auf andere Gewebetypen übertragbar sind, ist noch nicht klar. Weitere Informationen zum Thema HIV und AIDS unter http://gesundheitsnews.imedo.de www.imedo.de.


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