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Kampf dem Darmkrebs: Früherkennung kann Leben retten

24.02.2011
von Sven-David Müller
Darmkrebs gehört weltweit zu den häufigsten bösartigen Tumorkrankheiten. Allein in Deutschland erkranken jährlich 70.000 Menschen daran.  Keine andere Krebsform des Magen-Darm-Traktes ist häufiger als der Darmkrebs. In der Krebsstatistik folgt nach dem Lungenkrebs der Darmkrebs auf Platz 2. Bei rechtzeitiger Erkenntnis und Therapie sind bis zu 90 Prozent der Darmkrebs-Patienten heilbar.

Mindestens 30.000 Menschen versterben am Darmkrebs
Erschreckend ist, dass in Deutschland pro Jahr mindestens 30.000 Menschen am Darmkrebs (Colonkarzinom) versterben. Seit 1962 hat sich die Zahl der Darmkrebs-Todesfälle verdoppelt. Die Entwicklung ist bedauerlich, da durch Früherkennung und rechtzeitige Behandlung bis zu 90 Prozent der Darmkrebs-Patienten heilbar wären. Zudem gibt es viele Möglichkeiten, dem Colonkarzinom vorzubeugen. In erster Linie gelingt das durch eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten.

Ballaststoffe schützen vor Darmkrebs
Um sich vor Darmkrebs zu schützen, ist es notwendig täglich reichlich frisches und gekochtes Gemüse sowie Frischobst und Vollkornprodukte anstatt Weißmehlprodukte zu verzehren, um ausreichend Ballaststoffe aufzunehmen. Eine Anti-Darmkrebs-Ernährung enthält wenig rotes Fleisch und dafür mehr Fisch. Durch die Meidung von fettreichen Lebensmitteln (außer fetter Fisch) und den täglichen Konsum von Probiotika (Joghurt, Kefir oder Brottrunk) lässt sich nachweislich das Darmkrebsrisiko um mindestens 35 Prozent vermindern. Rauchen erhöht das Darmkrebsrisiko.

Darmkrebsfrüherkennung heißt Koloskopie und Test auf verborgenes Blut
Die Darmkrebsfrüherkennung beinhaltet die Koloskopie (Darmspiegelung) und den Test auf verborgenes Blut im Stuhlgang (fäkales okkultes Blut). Menschen, die Darmkrebs rechtzeitig erkennen, haben eine extrem hohe Heilungschance. Gastroenterologen (Facharzt für Magen-Darm-Erkrankungen) empfehlen die regelmäßige Testung auf fäkales okkultes Blut im Stuhl und die Darmspiegelung. Der Darmkrebs geht von der Darmschleimhaut aus und kann bei rechtzeitiger Erkennung durch einen operativen Eingriff – oft im Rahmen der Koloskopie – geheilt werden. Die Ausscheidung von fäkalem okkultem Blut ist ein wichtiges Anzeichen für eine Frühform des Kolonkarzinoms oder der Darmkrebs-Vorstufen (Polypen).

Darmkrebs ist multifaktoriell bedingt und weist eine familiäre Häufung auf
Bei Darmkrebs ist mit einer familiären Häufung zu rechnen und vermutlich ist die Erkrankung multifaktoriell bedingt. Menschen, die Darmkrebs-Patienten in der nahen Verwandtschaft haben, weisen ein bis zu fünffach erhöhtes Darmkrebsrisiko auf und sollten regelmäßig eine Koloskopie durchführen lassen und mindestens zweimal jährlich den Stuhlgang auf fäkales okkultes Blut überprüfen. In der Regel verursacht der Darmkrebs erst Beschwerden, wenn die Krebserkrankung schon gefährlich weit fortgeschritten ist.

Fäkales okkultes Blut als Dickdarmkrebs-Marker
Wird fäkales okkultes Blut nachgewiesen, liegt ein Dickdarmkrebs-Marker vor und es muss sofort eine weitere Diagnostik und Behandlung eingeleitet werden. Weist der Test verborgenes Blut nach, muss möglichst rasch eine komplette Ausspiegelung des Dickdarms erfolgen. Der Nachweis von verstecktem Blut im Stuhlgang kann mit einem Guajaktest oder einem Antikörpertest erfolgen. Antikörpertests sind nach vorliegenden wissenschaftlichen Untersuchungen deutlich genauer. Der Fobcheck von der NanoRepro AG gehört zur Gruppe der Antikörpertests und ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Links zum Thema Darmkrebs
www.gastro-liga.de
www.fobcheck.de
www.lebensblicke.de

Über die Gastro-Liga und die Deutsche Krebshilfe sind vielfältige Informationen zum Thema Darmkrebs kostenlos erhältlich.

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