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Lebensmittel gehören nicht in die Tonne

14.05.2012
von Sven-David Müller

Der durchschnittliche EU-Bürger entsorgte im Jahr 2011 durchschnittlich 80 Kilogramm Nahrungsmittel im Müll. Das geht aus einer repräsentativen Studie der Firma Cofresco Frischhalteprodukte GmbH & Co. KG hervor. Die Redakteure des Ratgeber-Portals www.ellviva.de informieren:  Die Lebensmittelverschwendung lässt sich ganz einfach mit Hilfe der PAR-Formel verringern: die clevere Planung von Mahlzeiten, die richtige Aufbewahrung von Lebensmitteln sowie die optimale Verwertung von Resten:

Planen von Mahlzeiten
Schon mit der richtigen Planung von Mahlzeiten lässt es sich vermeiden, dass mehr eingekauft wird, als tatsächlich verzehrt werden kann.

Einkaufsliste erstellen
In diesem Zusammenhang ist es sinnvoll, sich darüber Gedanken zu machen, wer im Haushalt was und wie viel isst. Auf dieser Grundlage lässt sich leichter eine Einkaufsliste erstellen. Wer eine Einkaufsliste im Supermarkt abarbeiten muss, kommt nicht so schnell in die Versuchung, überflüssige Impulskäufe zu tätigen. Wer Kinder hat, sollte versuchen, sie nicht bei jedem Einkauf mitzunehmen. Sie verleiten nur dazu, mehr einzukaufen, als ursprünglich geplant war. Wer eine Einkaufsliste erstellt, sollte das am besten für mehrere Tage oder eine ganze Woche im Voraus tun.

Menüplanung: Verderbliches zuerst
Es gibt Gemüse, die schneller verderben als andere. Besonders trifft das auf Spargel, Pilzen, Brokkoli und Tomaten zu. Für die Menüplanung sollten diese Lebensmittel daher bevorzugt behandelt werden. Etwas länger halten sich Kürbis, Paprika, Spinat und viele Salatsorten. Besonders lange sind Kartoffeln, Knoblauch und Karotten haltbar. Die Alternative ist tiefgekühltes Obst und Gemüse. Diese haben den Vorteil, dass es sofort nach der Ernte tiefgefroren wird. Wenn die Kühlkette nicht unterbrochen worden ist, bleiben die Nährstoffe auf diese Weise sogar länger erhalten, als bei frischem Gemüse aus dem Supermarkt, das schon einen längeren Vertriebsweg hinter sich hat.

Aufbewahren von Lebensmittel
„Jedem Tierchen sein Pläsierchen.“ Oder, wie es schon der Alte Fritz sagte: „Jeder soll nach seiner Fasson selig werden.“ Das gilt für die Aufbewahrung von Lebensmittel. Nicht jedes Lebensmittel hält sich an jedem Ort gleich lange:

Nicht alles in den Kühlschrank

Der Kühlschrank ist nicht für jedes Lebensmittel der richtige Aufbewahrungsort. Natürlich gehört schnell Verderbliches in den Kühlschrank. Das gilt für Wurst, Käse, frische Milch, rohen Fisch und rohes Fleisch, Hackfleisch und Eier. Haltbare Gemüse wie Kartoffeln, Knoblauch und Zwiebeln sind im ungeheizten Keller aber besser aufgehoben. Bestimmte Lebensmittel wie Bananen, Tomaten, Limonen oder Melonen verlieren im Kühlschrank sogar an Aroma und Geschmack und halten sich bei Zimmertemperatur besser.

Kühlschrank nicht überfüllen

Ein überfüllter Kühlschrank kühlt nicht nur schlechter und verbraucht reichlich Energie. Er sorgt auch dafür, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Es besteht die Gefahr, dass Lebensmittel verderben, weil sie übersehen und vergessen werden. Der Kühlschrank sollte daher immer so gefüllt werden, dass jedes Nahrungsmittel gut sichtbar ist.

Obst und Gemüse getrennt voneinander aufbewahren

Früchte und Gemüse mögen sich nicht. Das liegt daran, dass viele Obstsorten das Gas Äthylen abgeben. Dieses Gas beschleunigt den Reifungsprozess von Tomaten, Bananen und anderen Lebensmitteln. Andererseits verkürzt es deren Haltbarkeit. Obst und Gemüse sollten daher getrennt voneinander aufbewahrt werden.

Gefrierbeutel beschriften
Lebensmittel, die kurz- und mittelfristig nicht zum Verzehr vorgesehen sind, können bei minus 18 Grad Celsius über einen längeren Zeitraum im Gefrierschrank aufbewahrt werden, am besten getrennt voneinander in Gefrierbeuteln. Da die tiefgefrorenen Lebensmittel in der Kälte ihr Aussehen verändern, empfiehlt es sich, die Gefrierbeutel zu beschriften - am besten mit Datum, weil auch der Gefrierschrank keine unbegrenzte Haltbarkeit gewährleistet.

Mariniertes Fleisch hält sich länger
Geflügelfleisch und Rindfleisch halten sich in einer natriumhaltigen Marinade länger. Diese schützt das Fleisch vor Bakterien. Schon unsere Vorfahren nutzten zum Konservieren, Pökeln und Trocknen von Fleisch Salz.

Reste sinnvoll verwerten
Auch wenn etwas übrig bleibt. Die meisten Reste aus Mahlzeiten lassen sich noch gut für das nächste oder übernächste Menü verwerten:

Trockenes Brot aufbacken
Sofern das trockene Brot noch nicht richtig hart ist, lässt es sich mit etwas frischem Wasser beträufelt wieder aufbacken. Danach schmeckt es fast so gut wie frisch von Becker. Selbst mit hartem Brot lässt sich noch was anfangen. In Würfel geschnitten eignet es sich als Füllung für frische Knödel. Geriebene Brotkrumen eigenen sich außerdem hervorragend als Paniermehl.

Eine Mahlzeit in der Woche aus Resten

Eine Mahlzeit lässt aus den Zutaten zubereiten, die bei der Zubereitung der Mahlzeiten aus der ersten Wochenhälfte übriggeblieben sind – zum Beispiel Salate, Aufläufe oder ein Omelett. Das verhindert nicht nur die Verschwendung von Lebensmitteln. Das Zaubern einer Mahlzeit aus Resten fördern die Fantasie und Kreativität einer jeden Hobbyköchin und eines jeden Hobby-Kochs.
Weitere Inhalte rund um die Themen Kochen & Genießen gibt es auch in dem gleichnamigen ellviva-Kanal. Auf der Suche nach Ideen für die Reste-Küche? Wer ein übrig gebliebenes Nahrungsmittel als Suchbegriff in unsere Rezeptdatenbank eingibt, findet unter http://www.ellviva.de/Kochen-Geniessen/Rezepte bestimmt Anregungen.

Das Ratgeberportal im Internet heißt ellviva

Das Ratgeberportal ellviva.de ist ein Online-Angebot mit der Kern-Zielgruppe Frauen. Themenschwerpunkte sind Gesundheit mit über 60.000 redaktionellen Seiten
( http://www.ellviva.de/Gesundheit ), aber auch Wellness und Schwangerschaft. ellviva setzt auf qualitativ hochwertigen und detaillierten Content, zum Beispiel zu Krankheiten und Medikamenten. Redaktion: Patrick Jiranek und Sven-David Müller, ellviva-Redaktion.

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