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Mangel im Überfluss: Unzureichende Vitaminversorgung in Deutschland

25.02.2008
von Sven-David Müller

Trotz der Überernährung in Deutschland leidet hierzulande fast jeder Mensch unter einem mehr oder weniger ausgeprägten Vitaminmangel, teilen heute die Experten des Zentrums für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK) mit. Praktisch alle Menschen in Deutschland erreichen nicht die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V. empfohlenen Zufuhrmengen an Folsäure, Vitamin D oder bestimmten B-Vitaminen, macht heute der Vitaminexperte Sven-David Müller deutlich. Er ist Autor der Vitamin-Ampel und des Handbuchs der Vitalstoffe. In erster Linie ist für den Vitaminmangel, der in Deutschland beherrschend ist, die Fehlernährung verantwortlich, die zu kalorienreich, aber arm an bestimmten Mikronährstoffen ist. Aus ernährungsphysiologischer Sicht scheint es sinnvoller zu sein, das Vitamin-Defizit durch eine andere Nahrungsmittelwahl auszugleichen, betont Müller. Die Vitamin-Ampel ist hierfür eine großartige Hilfe.

 

Nahrungsergänzungsmittel sollten von Mangelzuständen betroffene Menschen in zweiter Linie einsetzen. Der menschliche Organismus hat sich im Laufe der Evolution an Nahrungsmittel angepasst und nicht an Nahrungsergänzungsmittel. Müller betont, dass es nicht möglich ist, eine vitaminarme Ernährungsweise durch Supplemente auszugleichen. Grundsätzlich sind aus ernährungswissenschaftlicher Sicht isolierte, hochdosierte Vitamine in Nahrungsergänzungsmitteln oder anderen Präparaten natürlichen Vitamin-Bomben unterlegen. {mosgoogle}Aber nur wer sich ausgewogen ernährt, kann den Organismus optimal mit Vitaminen versorgen. In einer Vielzahl von Studien konnten oder mussten Wissenschaftler feststellen, dass Vitamine in Form von Tabletten eher eine gesundheitliche Gefahr als eine Gesundheitsförderung darstellen. Noch bedenklicher sind hochdosierte Vitaminpräparate, die als Arzneimittel angeboten werden, betont Müller, der davor warnt. Menschen, die sich einseitig ernähren, können gegebenenfalls in Absprache mit qualifizierten Ernährungsfachkräften zu einem niedrig dosierten Multivitamin-Mineralstoff-Präparat greifen.

Hochwertige, natürliche, vitaminreiche Nahrungskonzentrate wie Bierhefe oder Frucht- und  Gemüsemark sind Vitamintabletten in jedem Falle überlegen, da sie neben Vitaminen auch die wichtigen sekundären Pflanzenstoffe und andere Substanzen enthalten, die im Organismus gesundheitsförderliche Effekte in konzertierter Form ausüben. Natürlich sind in Deutschland die klassischen Vitamin-Mangelkrankheiten Skorbut, Beriberi, Pellagra und Rachitis nur bei extrem Mangelernährten wie Magersüchtigen anzutreffen, aber auch eine suboptimale Versorgung kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen, macht Sven-David Müller deutlich. Das Konzept der Ampel hat sich in der Ernährungsaufklärung bestens bewährt, da es einfach und allgemein leicht verständlich ist. Mit der Vitamin-Ampel sind künstliche Vitamin-Präparate in vielen Fällen überflüssig, denn der Bedarf kann problemlos über eine gesunde, vitaminreiche Ernährungsweise gedeckt werden. Die Vitamin-Ampel zeigt mit ihrem genial einfachen Ampel-System auf den ersten Blick, was gut für die Vitamin-Versorgung ist. Abschließend kritisiert Müller, dass viele Menschen Vitamin-Präparate leichtfertig einnehmen. Die Vitamin-Ampel macht Vitamin-Pillen einfach überflüssig.

Vitamin-Ampel
Sven-David Müller
Knaur Verlag
ISBN 3426643642
8,95 Euro

Handbuch der Vitalstoffe
Sven-David Müller
Verlag Pausmedien
ISBN 3-931334-43-0
14,90 Euro

Journalisten können die Vitamin-Ampel und das Handbuch der Vitalstoffe kostenlos bei den Verlagen Knaur oder Pausmedien sowie unter diaetmueller@web.de zur Rezension anfordern.

Das Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK) mit Sitz in Berlin-Charlottenburg widmet sich insbesondere dem Ernährungscoaching und betreibt wissenschaftlich begründete publikumsorientierte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in den Bereichen Ernährung, Prävention, Diätetik und Gesundheit. Das ZEK ist ein Zusammenschluss von Ernährungswissenschaftlern, Medizinern, Diätassistenten sowie anderen Natur- und Geisteswissenschaftlern. Der Ernährungs- und Medizinpublizist Sven-David Müller leitet das ZEK.

Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK), Sven-David Müller, Wielandstraße 3, 10625 Berlin-Charlottenburg, Telefon 030-74780900, diaetmueller@web.de, http://www.svendavidmueller.de.de

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