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Schlafapnoe: Übergewicht als Hauptursache

22.06.2017
von Sven-David Müller
Übergewicht ist ein wichtiger Risikofaktor für Schlafapnoe

Schlafapnoe

Viele kennen das Problem von Müdigkeit oder  fühlen sich schlapp. Grund dafür ist eine Schlafstörung, die unter dem Namen Schlafapnoe bekannt ist und sie tritt sehr häufig bei übergewichtigen Menschen auf. Bei Ihnen bilden sich Fettgewebspolster am Hals, die sich in den oberen Atemwegen einlagern, auf den Rachen drücken und somit zu dessen Verengung führen.  Im Schlaf erschlafft die Rachenmuskulatur und ist dann nicht mehr in der Lage dem Druck von außen entgegenzuwirken, was zum Atemstillstand führt. Ein Gewichtsverlust kann daher das Schlafapnoesyndrom bekämpfen.  Anatomische Fehlbildungen wie vergrößerte  Mandeln oder ein zurückgestellter Unterkiefer können ebenfalls Schlafapnoe hervorrufen. Ist das Syndrom erst einmal eingetreten, können dauerhaft die Atemwegsstrukturen  gestört werden und es kann zu Bluthochdruck oder Schlaganfällen kommen. Ein Gewichtsverlust zur Bekämpfung ist dann nicht mehr erfolgsversprechend. Ferner beeinflusst Alkohol die Atemwegsmuskulatur und führt zu deren Verengung. Unterstützung durch CPAP-Maske

Abhilfe schafft dabei die CPAP-Therapie („Continuous Postive Airway Pressure“). Mithilfe der CPAP-Maske, einer Kunststoffmaske für Mund und Nase, die mit einem Beatmungsgerät betrieben wird, ist es mit Überdruck möglich dem Betroffenen die notwendige Luft in die Nase und Mund zu blasen. Dadurch fallen die Atemwege nicht mehr zusammen und eine konstante Luftzufuhr wird gewährleistet. Durch das Tragen wird das Herz- und Kreislaufsystem besser mit Sauerstoff versorgt und schon nach kurzer Zeit fühlt sich der Patient ausgeruhter und leistungsfähiger für den Tag. Mittlerweile sind die Geräte kleiner, bequemlicher und leiser geworden, sodass sich der Patient an die künstliche Beatmung schnell gewöhnt. Zu beachten ist zudem, dass die CPAP-Maske lediglich die Symptome für Schlafapnoe lindert, die Ursachen werden aber nicht bereinigt. Anfängliche Probleme durch die CPAP-Maske

Das ständige Tragen der CPAP-Maske kann Druckstellen auf der Haut hinterlassen, vor allem, wenn diese nicht die passende Größe hat und nicht richtig sitzt. Beachtet werden sollte noch, dass die Maske im Liegen angelegt wird und nicht im Sitzen, da sich die Gesichtsmuskeln im Liegen verändern. Daher ist eine individuelle Anpassung zu empfehlen. Zudem ist es möglich ein sogenanntes Contour CPAP-Kissen zu verwenden, welches verhindert, dass die Maske auf das Gesicht drückt. Des Weiteren beklagen einige Betroffene trockene oder verstopfte Nasen. Diesem Problem kann man allerdings mit einem Luftbefeuchter entgegenwirken. Zu Beginn der CPAP-Therapie kann Muskelkater entstehen, da die Atemmuskulatur gegen den ungewohnten Druck arbeiten muss, der aber auch nach kurzer Zeit abklingt. Die kontinuierliche Nutzung der CPAP-Maske ist dabei die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie, denn nur dann kann ein Erfolg erzielt werden.

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