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Schlank im Schlaf mit Radieschen

10.05.2010
von Sven-David Müller

Schlank im Schlaf ist ein Traum - aber mit Radieschen ist es leichter abzunehmen. Aber die scharfen Früchtchen helfen nicht nur bei der Gewichtsreduktion: Die in Radieschen vorkommenden Senföle wirken stark antibakteriell und das kann vor Sommer-typischen Infektionen schützen, informiert Medizinjournalist Sven-David Müller. Radieschen sind reich an Senfölen, die ihnen die Schärfe verleihen und sie vor Frassfeinden schützen sollen. Mitte April beginnt die Radieschen-Saison. Radieschen gehören zur Familie der Kreuzblütengewächse. Der Name Radieschen leitet sich vom Lateinischen Wort "radix" für Wurzel ab.

Radieschen sind gesund
Da Radieschen zu 94 Prozent aus Wasser bestehen, enthalten sie mit 14 Kilokalorien pro 100 Gramm extrem wenig Kalorien. Damit machen sie automatisch satt und helfen abzunehmen - sie machen sozusagen "Schlank im Schlaf". Der scharf-bittere Radieschen-Geschmack fördert zusammen mit den Radieschen-Ballaststoffen die Sättigung. Daher sind die scharfen Früchtchen ideal für eine effektive Bikini-Diät. In der Volksheilkunde finden Radieschen ihren Einsatz bei Leberleiden, Gallensteinleiden und bei rheumatischen Erkrankungen. Die roten Knollen mit dem weißen saftigen Fleisch sind reich an Vitamin C, Eisen und Magnesium. Möglicherweise können die zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe gehörenden Senföle sogar vor Krebs schützen. Darauf weisen zumindest Ergebnisse aus Tierversuchen hin, erläutert Müller. Das alles macht Radieschen zu besonders gesunden  Lebensmitteln, weiß Sven-David Müller, der das Buch "Die 50 besten und die 50 gefährlichsten Lebensmittel" herausgebracht hat. 

Magen-Darm-Infektionen sind im Sommer häufig
Gerade im Sommer verderben Lebensmittel besonders leicht und bakterielle Magen-Darm-Infektionen sind häufig. Zur Vorbeugung empfiehlt Sven-David Müller den Genuss von Radieschen, die durchaus in der Lage sind, Bakterien Paroli zu bieten. Das sollte aber natürlich niemanden dazu verleiten, rohes Gehacktes unsachgemäß zu lagern, Softeis von dreckstrotzenden Ständen zu kaufen oder ungekühlte Mayonnaise-Salate oder Produkte aus rohem Ei wie Tiramisu oder Sauce Hollandaise zu verzehren und dann zu versuchen, die Infektion mit Radieschen zu vermeiden.

Radieschen richtig lagern und putzen
Kenner verzehren Radieschen frisch. In feuchte Tücher eingeschlagen bleiben Radieschen im Gemüsefach des Kühlschranks zwei bis drei Tage knackig. Danach fangen sie auch bei besten Lagerungsbedingungen an, zu welken und zu vertrocknen. Kleine Radieschen sind schärfer als große, die oftmals holzig sind. Weich und schrumpelig gewordene Radieschen werden wieder knackig, wenn man sie kurz ins kalte Wasser legt. Vor dem Genuss von Radieschen ist es wichtig, das Grün und die Wurzeln abzuschneiden. Mit reichlich kaltem Wasser lassen sich äußere Verschmutzungen leicht entfernen.  

Leckere Radieschen-Rezepte
Der scharf-bittere Geschmack macht Radieschen zu einer optimalen Salatzutat, aber auch in der warmen Küche warten die kleinen Knollen auf ihren Einsatz. Die Kombination aus scharf-aromatischen Radieschen mit süßen und herben Früchten wie Granatapfel, Weintrauben oder Apfel ergibt ein wunderbares Geschmackserlebnis. Ein leckeres leichtes Sommergericht sind gehackte Radieschen, Zwiebelwürfelchen und Schnittlauchröllchen mit Magerquark vermischt zu jungen Pellkartoffeln, die mit etwas frischem Leinöl beträufelt sind. Radieschen haben ihren festen Platz in der Salatküche, aber sie lassen sich auch zu aromatischen Suppen oder als Füllung für Hackbraten verarbeiten. Besonders lecker und erfrischend ist auch eine kalte Radieschensuppe auf Kefirbasis. Das ist gesunde Erfrischung im Sommer.

Buchtipps:
Schlank im Schlaf mit der Müller-Diät von Sven-David Müller, Schlütersche Verlagsanstalt, 12,90 Euro
Die 50 besten und die 50 gefährlichsten Lebensmittel, Schlütersche Verlagsanstalt, 12,90 Euro

Auf den Seiten der imedo-Gesundheitsnews erfahren Gesundheitsbewusste mehr über Inhaltsstoffe und Gefahren von Lebensmitteln, beispielsweise warum Spinat die Entstehung von Nierensteinen und Osteoporose fördert (http://gesundheitsnews.imedo.de/news/1015675-spinat-fordert-die-entstehung-von-nierensteinen-und-osteoporose).

Die imedo-Gesundheitsnews halten für Hobbyköche einige Rezepte bereit, beispielsweise das Rezept für einen Frühlingssalat mit frisch zubereitetem Kräuteröl (http://gesundheitsnews.imedo.de/news/109648-fruhlingssalat-mit-krauterol-mit-imedo-zum-kochkunstler).

In der Gruppe „Krankheiten aufgrund falscher Ernährung“ in der imedo-Gesundheitscommunity können sich Interessierte über richtige und falsche Ernährung austauschen (http://www.imedo.de/group/overview/index/376-krankheiten-aufgrund-falscher-ernaehrung).

Redaktion: Sven-David Müller (Medizinjournalist) und Marcel Kresin

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