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Tolle Tipps gegen die Winterdepression

12.01.2012
von Sven-David Müller
Die Blätter sind von den Bäumen gefallen und die Tage sind so kurz, dass jedes Wort dafür zu lang ist. Das ist die Zeit der Winterdepression. Die ellviva-Redaktion verrät, wie diese zustande kommt und was man dagegen tun kann.

Die Winterdepression ist eine saisonal-affektive-Störung. Das heißt, dass sie durch Einflüsse zustande kommt, die mit der jeweiligen Jahreszeit und ihren Naturphänomenen zusammenhängen. Die Ursachen der Winterdepression liegen nicht in der Kälte, sondern vor allem im fehlenden Tageslicht. Dieses ist für unsere Stimmung wichtig.  Das fehlende Sonnenlicht im Winter kann einen Vitamin-D-Mangel zur Folge haben. Vitamin D ist ein lichtinduziertes Vitamin. Das heißt, dass das Vitamin D im Körper erst durch die Einwirkung von Licht gebildet wird. Vitamin D ist darüber hinaus für die Bildung des Botenstoffs Serotonin wichtig. Steht dem Gehirn nicht genügend Serotonin zur Verfügung, kann es zu einer depressiven Verstimmung kommen.

Welche Symptome treten bei einer Winterdepression auf?
Die Symptome einer Winterdepression ähneln denen einer leichten bis mittelgradigen depressiven Verstimmung, sie treten aber in abgeschwächter Form auf. Eine Winterdepression äußert sich zum Beispiel durch Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Müdigkeit.  Wenn die Tage wieder länger werden bzw., wenn der Tag wieder mehr Sonnenstunden hat, lindern sich diese Beschwerden in der Regel wieder und werden durch das abgelöst, was wir im Volksmund Frühlingsgefühle nennen.

Was kann man gegen eine Winterdepression tun?
Mit der richtigen Ernährungsweise und Sport bei Ausnutzung der kurzen Sonnenscheindauer können Sie einer Winterdepression entgegenwirken. Einen hohen Gehalt an Vitamin D haben zum Beispiel Lebertran, Aal und Sardinen. Größere Mengen stecken auch in Hühnereiern, Kalbfleisch und Champignons. Inhaltsstoffe von Walnüssen können ebenfalls auf den Serotoninhaushalt Einfluss nehmen.  Aber auch unabhängig von Vitamin D können Sie durch die Ernährung etwas für Ihren Serotoninhaushalt tun. Kombinieren Sie eiweißhaltige und kohlenhydrathaltige Kost, zum Beispiel: Fisch oder Geflügelfleisch mit Kartoffeln, Lachs mit Nudeln, ein Bauernfrühstück oder Sojasprossen mit Reis. In unserer Rezeptdatenbank können Sie gezielt nach diesen Zutaten und Rezepten suchen. Aus Eiweißbausteinen wird Serotonin gebildet. Das funktioniert am besten, wenn Kohlenhydrate den Blutzuckerspiegel erhöhen. Dadurch gelangen Eiweißbausteine ins Gehirn und werden dort in Serotonin umgewandelt. Serotonin ist eine Aminosäure. Es wirkt sich unter anderem auf die Stimmungslage aus

Wie Sport, Johanniskraut oder eine Lichttherapie helfen können

Darüber hinaus kann Sport gegen die Beschwerden einer Winterdepression helfen. Wer etwas für seinen Körper tut, erhält von diesem ein positives Feedback. Das trägt zur Bildung von Endorphinen bei, einem weiteren Botenstoff. Auch diese beeinflussen unser Wohlbefinden positiv. Das gilt auch für andere Maßnahmen, die unsere Körpererfahrung und unser Konzentrationsvermögen stärken, zum Beispiel Yoga, autogenes Training oder auch ein Sauna-Besuch. Eine stimmungsaufhellende Wirkung wird auch dem Wirkstoff Johanniskraut zugeschrieben. Dieses gibt es rezeptfrei in Apotheken in Form von Tabletten und Tees. In besonders schweren Fällen kann eine Lichttherapie die Symptome einer Winterdepression lindern. Dabei werden mit einer künstlichen Lichtquelle von mindestens 2.000 Lux das Farbspektrum und die Helligkeit des Tageslichts imitiert. Sollten diese Maßnahmen zu keiner Linderung der Winterdepression führen, empfiehlt es sich, einen Arzt zur Abklärung der Beschwerden aufzusuchen. Informationen zu Johanniskraut gibt es bei ellviva in der Rubrik Medikamente und ihre Wirkstoffe von A bis Z unter http://www.ellviva.de/Gesundheit/Medikamente?tab=Wirkstoff&letter=A&page=1

Das Ratgeberportal im Internet heißt ellviva
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Redaktion: Patrick Jiranek und Sven-David Müller, ellviva-Redaktion

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Sven-David Müller (Medizinjournalist), MSc.
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