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Viele Informationen zu Menopause, Wechseljahren, Klimakterium und Östrogen

26.08.2010
von Sven-David Müller

Diagnostik, Therapie (Behandlung) und Hintergründe zum Klimakterium und zur Menopause
Die Menopause ist der Zeitpunkt der letzten Menstruationsblutung der Frau. Damit endet nicht nur die Fruchtbarkeit der Frau, sondern es kommt zu einer Vielzahl von Beschwerden und Problemen, die viele Frauen oft über Jahre belasten.  Die Menopause ist die Folge der nachlassenden Hormonproduktion der Eierstöcke. Die Übergangsphase der hormonellen Umstellung bezeichnet der Gynäkologe als Wechseljahre oder Klimakterium.  Die Menopause, die Wechseljahre (Klimakterium) sind aber keine Erkrankung. Viele Frauen haben jedoch massive Beschwerden in den Wechseljahren und benötigen daher im Klimakterium ärztliche Hilfe. Wissenschaftlich begründen oder erklären lässt sich die Menopause bisher nicht. Mit Ausnahme des „Säugetieres Mensch“ gibt es diese Entwicklungsgeschichte bei Tieren nicht, informiert Medizinjournalist Sven-David Müller.

Die hormonelle Umstellung der Frau: Das Klimakterium (Wechseljahre)
Die Zeit vor und nach der Menopause ist die Phase der hormonellen Umstellung der Frau, die als Klimakterium oder umgangssprachlich Wechseljahre bezeichnet wird. Die Menopause tritt zwischen dem 40sten und 55sten Lebensjahr ein. Das durchschnittliche Alter beträgt nach Schätzung von Wissenschaftlern 51,4 Jahre. Übergewichtige Frauen und Raucherinnen treten ein bis zwei Jahre früher in die Menopause ein. Durch Operationen wie die Resektion (Entfernung) der Eierstöcke aber auch die Bestrahlung der Ovarien und die Therapie mit Antiestrogenen kann es zur „künstlich induzierten Menopause“ kommen.

Die Menopause ist keine Krankheit
Auch wenn bei vielen Frauen die Beschwerden, die mit der Menopause einhergehen massiv sind, muss festgehalten werden, dass die Menopause keine Krankheit ist. Bei ausgeprägten klimakterischen Beschwerden kann eine Hormonersatztherapie erforderlich sein. Im Rahmen der hormonellen Umstellung im Klimakterium der Frau kommt es häufig zu Hitzewallungen, Haarausfall, Gewichtszunahme und Übergewicht und vaginalen Beschwerden. Zudem ist das Risiko der Entstehung von Erkrankungen wie Osteoporose, Herzinfarkt und Schlaganfall sowie Brustkrebs nach den Wechseljahren und Eintritt in die Menopause deutlich erhöht. Die Beschwerden wie Hitzewallungen und das steigende Erkrankungsrisiko in Wechseljahren sind insbesondere auf den Östrogen-Mangel zurückzuführen.

Eine Änderung des Ernährungs- und Lebensstils wirkt gegen Wechseljahr-Beschwerden
Durch eine Änderung der Ernährungsweise und des Lebensstils haben Frauen die Möglichkeit, die Wechseljahr-Beschwerden deutlich zu vermindern. Praktisch alle Frauen nehmen in den Wechseljahren an Körpergewicht zu. Dem können Frauen nur durch reichlich Alltagsbewegung und Sport sowie eine Ernährungsumstellung und Entspannungstechniken wie autogenes Training entgegenwirken. Der Konsum von Frischobst, Gemüse und Salaten, Hülsenfrüchten wie Soja, Leinsamen und Nüssen sowie Mineralwasser sollte steigen und der von Süßigkeiten, Fast-Food und Fertiggerichten eingeschränkt werden. Es ist sinnvoll, jeden zweiten Tag 30 bis 45 Minuten Sport zu betreiben. Die Krankenkassen unterstützen ein präventives Verhalten und bieten Kurse und Zuschüsse beispielsweise für Entspannungskurse, Ernährungsberatung und auch Gesundheitssport im Fitness-Center an. In den Wechseljahren müssen Frauen mehr für sich und ihren Körper tun.

Grundlage von Periode und Schwangerschaft ist das luteinisierende Hormon (LH)
Das luteinisierende Hormon – kurz LH – bereitet den Eisprung vor und macht die Empfängnis und Schwangerschaft möglich. Im Rahmen der Wechseljahre (Klimakterium) fällt der LH-Spiegel ab und ist ab dem Zeitpunkt der Menopause extrem niedrig. Mit der Bestimmung des luteinisierenden Hormons kann der Gynäkologe bestimmen, ob eine Frau bereits in der Menopause ist. Der medizinische Fortschritt hat es ermöglicht, dass Frauen ihren LH-Spiegel auch selbst zuhause testen und so feststellen können, ob sie bereits in der Menopause oder einer anderen Klimakterium-Phase sind. Ein Menopause-Selbsttest bringt Frauen mehr Sicherheit und erleichtert dem Arzt die Einleitung einer Therapie. 

In den Wechseljahren kommt es zu Schwankungen
Das Klimakterium (Wechseljahre) ist von Schwankungen im Menstruationszyklus gekennzeichnet. Die Blutungen sind stärker oder schwächer und die Abstände verändern sich. Es kann sogar zu Abständen von einigen Monaten kommen, bis mit der Menopause die monatliche Blutung aufhört und die Fruchtbarkeit der Frau beendet ist. Mit dem Beginn der Wechseljahre kommt es zu hormonellen Veränderungen, die nicht nur das LH, sondern insbesondere das Östrogen, betreffen. Das Östrogen wird in den Eierstöcken produziert. Mit Beginn der Wechseljahre sinkt der Östrogenspiegel drastisch. Das führt bei vielen Frauen zu massiven Beschwerden. Der niedrige Östrogenspiegel führt zu Hitzewallungen und auch das Körpergewicht steigt dadurch an. In vielen Fällen ist eine Hormonersatztherapie im Klimakterium und darüber hinaus erforderlich. Wissenschaftlich noch nicht geklärt ist, ob durch Phytoöstrogene aus Soja allein der Östrogenmangel ausgeglichen werden kann.

Der Menopause-Selbsttest aus der Apotheke gibt Gewissheit
Ob Frauen bereits in der Menopause sind, lässt sich mit Selbstdiagnostika aus der Apotheke testen. Der Selbsttest MenoQUICK ist rezeptfrei erhältlich und ermöglicht es Frauen mit einem Urintest festzustellen, ob sie bereits in der Menopause sind. Mit diesem Schnelltest können Frauen selbst die Konzentration des Sexualhormons FSH (Follikelstimulierendes Hormon) im Urin einfach und schnell messen. Der Test funktioniert ähnlich wie ein Schwangerschaftstest oder Ovulationstest. Weitere Informationen zu den Wechseljahren (Klimakterium), der Menopause und dem Selbsttest MenoQUICK finden Sie unter www.menoquick.de

Linktipps Klimakterium (Wechseljahre), Östrogene und Menopause
www.dkgd.de – Informationen zur gesunden Lebensführung
www.vagiquick.de – Informationen über Vaginalmykosen
www.in-menopause.de – Informationen über die Menopause und das Klimakterium

Buchtipps zu Klimakterium und Menopause-Beschwerden
Ernährungsratgeber Osteoporose, Schlütersche Verlagsanstalt
Ernährungsratgeber Herz und Gefäße, Schlütersche Verlagsanstalt

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