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Wer ist schuld am Sonnenbrand?

15.08.2013
von Sven-David Müller
Insbesondere im Sommer leiden viele Menschen unter einem Sonnenbrand. Aber wer ist eigentlich schuld daran? Wie Spiegel Online kürzlich berichtete ist es Wissenschaftlern der Duke University (Durham, North Carolina, USA) jetzt anhand von Versuchen an Mäusen gelungen, den Wirkungsmechanismus, der einem Sonnenbrand zugrunde liegt, zu erforschen. ellviva.de informiert:

Mäuse brachten die Forscher auf die Spur

Die Forscher der Duke University kamen dem Wirkungsmechanismus des Sonnenbrands durch Tierversuche auf die Spur. In einem Experiment mit 50 Mäusen entfernten sie bei einigen Nagern mithilfe von Genmanipulation das TRPC4-Molekül. Anschließend wurden die Hinterpfoten aller Tiere starker UV-B-Strahlung ausgesetzt. Während die meisten Versuchstiere hinterher Verbrennungen an den Pfötchen erlitten, blieben die genmanipulierten Mäuse praktisch unverletzt.

Untersuchungsergebnisse an menschlichen Zellen überprüft
In Versuchen an menschlichen Zellen im Labor erforschten die Wissenschaftler anschließend den Wirkungsmechanismus des Sonnenbrands. Für die Symptome eines Sonnenbrands ist offenbar der Ionenkanal TRPV4 verantwortlich, der sich in der äußeren Hautschicht befindet. Demnach bewirkt die von der Sonne ausgesendete UV-B-Strahlung, dass Kalzium über den TRPV4-Ionenkanal in die Hautzellen gelangt. Das wiederum ein Molekül mit dem Namen Endothelin, das den Kalziumtransport noch verstärkt. Dieses Molekül sei dafür bekannt, den für einen Sonnenbrand typischen Juckreiz mit Schmerzen auszulösen. Zu den Untersuchungsergebnissen sagte der Studienleiter Dr. Wolfgang Liedtke: „Wir haben eine neue Erklärung gefunden, warum Sonnenbrand schmerzt. Wenn wir Sonnenbrand verstehen, können wir die Schmerzen besser verstehen.“

Prototyp einer Salbe
Auf der Grundlage ihrer Erkenntnisse entwickelten die Wissenschaftler anschließend eine Salbe, die eine Vorbeugung eines Sonnenbrands oder dessen Behandlung ermöglichen soll. Dazu mischten sie ein Desinfektionsmittel mit dem Wirkstoff GSK205. Letzterer soll die Aktivität des TRPV4-Ionenkanals unterdrücken. Diese Salbe bewährte sich in den Tierversuchen und bewahrte die Haut der Mäuse vor weiteren Verbrennungen – trotz anhaltender UV-B-Strahlung. Allerdings räumt der ebenfalls an der Studie beteiligte Forscher Dr. Martin Steinhoff ein: „Es ist noch viel Arbeit nötig, bevor TRPV4-Inhibitoren als Teil von Sonnencremes oder zur Behandlung chronischer Hautschäden eingesetzt werden können.“

Weitere Informationen rund um das Thema Gesundheit gibt es bei www.ellviva.de.

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