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Wichtige Nährstoffe in der Schwangerschaft

15.04.2013
von Sven-David Müller
Gerade in der Schwangerschaft ist eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung von zentraler Bedeutung. Der Nährstoffbedarf ändert sich mit der Schwangerschaft schlagartig – nicht nur, weil Schwangere plötzlich „für Zwei“ essen, sondern auch, weil das Ungeborene zusätzliche und besondere Nährstoffe für eine optimale, gesunde Entwicklung benötigt. Eine ausgesprochen wichtige Rolle spielen hierbei nachweislich Folsäure und Omega-3-Fettsäuren. Doch warum sind Omega-3-Fettsäuren und Folsäure in der Schwangerschaft so wichtig? Wie begünstigen diese Nährstoffe den Verlauf der Schwangerschaft und die Entwicklung des Babys? In welchen Lebensmitteln finden sich diese Nährstoffe und wie kann man sicherstellen, genügend Folsäure und Omega-3-Fettsäuren zu sich zu nehmen?

Folsäure in der Schwangerschaft
Unser Körper benötigt normalerweise etwa 0,4 Milligramm Folsäure täglich. In der Schwangerschaft erhöht sich der Verbrauch jedoch um das Doppelte. Dieser stark erhöhte Bedarf an Folsäure, die auch als Vitamin B9 bekannt ist, lässt sich zumeist nur decken, wenn sowohl auf die Aufnahme Folsäurehaltiger Nahrungsmittel geachtet, als auch zusätzlich Folsäure-Ergänzungsmittel eingenommen werden. Weitere Informationen unter http://www.doppelherz-schwangerschaft.de/folsaeure.html. Auch Frauen, die planen schwanger zu werden, sollten Folsäure bereits vor der Schwangerschaft zu sich nehmen. Das Vitamin wird vor allem in den ersten Schwangerschaftswochen benötigt und trägt entscheidend zur Entwicklung von Gehirn und Rückenmark des Babys bei. Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen Folsäuremangel und Frühgeburten, aber auch Fehlbildungen und Entwicklungsschäden wie Herzfehlern und Spina bifida, herstellen. Um ein solches Risiko zu vermeiden, und die Gesundheit und Entwicklung des Ungeborenen sicherzustellen, sollte während einer Schwangerschaft immer auf die ausreichende Aufnahme von Folsäure geachtet werden.

In welchen Lebensmitteln ist Folsäure enthalten?
In folgenden Lebensmitteln ist u. a. Folsäure enthalten:
•    Innereien wie Kalbs- oder Geflügelleber
•    Brokkoli
•    Tomaten
•    Nüsse
•    Blattgemüse wie Spargel, Rucola, Spinat
•    Vollkornprodukte
•    Karotten
•    Radieschen
In unseren Lebensmitteln ist Folsäure allerdings nur in geringen Mengen enthalten. Daher ist es vor allem für Schwangere kaum möglich, eine ausreichende Menge des Vitamins allein über die Ernährung zu sich zu nehmen. Daher wird Frauen in der Schwangerschaft häufig empfohlen, spezielle Folsäurepräparate einzunehmen, die den täglichen Bedarf decken.

Folsäure auch nach der Schwangerschaft
Auch wenn Sie stillen, sollten Sie auf eine ausreichende Zufuhr dieses wichtigen Vitamins achten. Alles, was gut für Sie ist, ist auch gut für Ihr Kind, denn beim Stillen wird das Baby durch Sie mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.

Omega-3-Fettsäuren für eine gesunde Entwicklung
Omega-3-Fettsäuren gelten für Kinder und Erwachsene als äußerst gesundheitsförderlich und reduzieren die Gefahr eines plötzlichen Herztodes oder einer Demenzerkrankung. Ebenso wichtig ist die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft, um dem Ungeborenen eine möglichst gesunde, förderliche Entwicklung zu ermöglichen. Diese speziellen Fettsäuren, die vor allem in Seefisch vorkommen, sind wichtig für die Entwicklung von Herz, Nerven, Augen und Gehirn des Babys. Es wurde nachgewiesen, dass sich in der Schwangerschaft eingenommene Omega-3-Fettsäuren positiv auf die Intelligenzentwicklung des Neugeborenen auswirken und die Gefahr einer Frühgeburt nachweislich reduzieren. Neben den üblichen Vitaminen und Mineralstoffen sollten Omega-3-Fettsäuren auf keinen Fall während der Schwangerschaft und Stillzeit fehlen.

Die besten Nährstoffe für Ihr Baby
Zu den wichtigen Omega-3-Fettsäuren zählen vor allem Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Beide Säuren bilden essentielle Bausteine für eine gesunde Entwicklung des Babys. DHA wirkt sich hierbei besonders günstig auf die Augen-, Nerven- und Gehirnentwicklung aus. EPA dient u.a. auch als Ausgangsstoff zur Bildung von DHA, die auch häufig als Gehirnfettsäure bezeichnet wird. Omega-3-Fettsäuren, welche die werdende Mutter über die Nahrung zu sich nimmt, werden über die Nabelschnur direkt in den Kreislauf des Babys abgegeben. Für eine optimale Ernährung sollten Schwangere täglich etwa 200 Milligramm Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen. Falls dies nicht durch den normalen Verzehr von fetten Fischen wie Lachs oder Makrelen gewährleistet werden kann, sollten Schwangere in jedem Fall Omega-3-Supplemente zusätzlich einnehmen. Auch während der Stillzeit und bis zum zweiten Lebensjahr des Babys besteht ein erhöhter Omega-3-Bedarf, der sich nicht nur günstig auf die Gehirnfähigkeiten auswirkt, sondern auch die Gefahr späterer psychischer Erkrankungen wie Depressionen und ADHS reduzieren kann. Mit einer ausgewogenen Ernährung tun Schwangere also nicht nur sich selbst etwas Gutes, sondern auch ihrem Baby. Folsäure und Omega-3 tragen wesentlich zu einer gesunden Entwicklung des Kindes bei und sorgen für ein optimales Wachstum. Weitere Inhalte zum Thema Schwangerschaft gibt es auf ellviva.de unter http://www.ellviva.de/Schwangerschaft in dem gleichnamigen Kanal. Patrick Jiranek und Sven-David Müller, MSc., Chefredakteur ellviva.

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