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Wie Blasenentzündungen bei Frauen wirklich entstehen

05.10.2012
von Sven-David Müller

Speziell bei wiederkehrenden Blasenentzündungen ist nicht immer die oft vermutete Kälteeinwirkung in der kalten Jahreszeit Schuld – auch ein lokaler Östrogenmangel kann die Ursache sein: Das weibliche Sexualhormon Östrogen sorgt unter anderem für den Aufbau des Bindegewebes und die Durchblutung der Haut, vor allem in der sensiblen Intimregion. Fehlt das Hormon, verliert die Haut der Scheide an Elastizität. Kommt es dann zu mechanischen Reizungen, wie beim Geschlechtsverkehr oder auch bei der Verwendung von Tampons, können leicht winzige Risse entstehen. Ist die Scheidenhaut sogar krankhaft verändert, kann es zu einer Verschlechterung des pH-Wertes kommen, der in der gesunden Scheide für ein optimal saures Milieu für die wichtigen Laktobazillen sorgt. Besonders für die Abwehr von Intim- und Blaseninfektionen ist ein intaktes Scheidenmilieu entscheidend.

Siedeln sich nicht genügend Laktobazillen an, können sich krankmachende Bakterien und Krankheitserreger leichter vermehren, schnell in Harnröhre oder Blase aufsteigen und eine schmerzhafte Blasenentzündung verursachen. Ist ein lokaler Östrogenmangel die Ursache für ständige Blaseninfektionen, gibt es eine einfache Behandlungsmethode. Eine Therapie mit dem körpereigenen Östrogen Estriol, das in Form von Vaginalzäpfchen oder –cremes lokale Verwendung findet, hilft, die Haut wieder aufzubauen und die Vaginalflora zu normalisieren. Der pH-Wert sinkt in den normalen Bereich, sodass sich wieder verstärkt Laktobazillen ansiedeln können und der körpereigene Schutz vor Bakterien wiederhergestellt ist. Die Gesundheits-Redaktion von www.ellviva.de hat viele Informationen zu den Bereichen Gesundheit und Sexualität in den gleichnamigen Kanälen zusammengestellt. Redaktion: Patrick Jiranek und Sven-David Müller, ellviva-Redaktion.

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