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Sven-David Müller
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Vitaminmangel: Ausreichende Vitamin-Versorgung nur bei den wenigsten Menschen Drucken E-Mail
Für langfristige Gesundheit empfiehlt sich gesunde Ernährung mit ergänzender Multivitamin-Einnahme
Unbestritten ist: Der Körper des Menschen braucht täglich eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen, um auf Dauer gesund und leistungsfähig zu bleiben. Weniger klar ist jedoch, wie eine ausreichende Versorgung mit allen lebenswichtigen Nährstoffen sichergestellt wird.  So empfiehlt etwa die Deutsche Gesellschaft für Ernährung fünf Portionen Obst (400 Gramm) und Gemüse (250 Gramm) am Tag zu sich zu nehmen – was allerdings nur die wenigsten schaffen. Noch dazu gehören viel mehr Personen Risikogruppen an, als meist angenommen und sind daher noch stärker auf eine ausreichende Vitaminzufuhr angewiesen. In Österreich und Deutschland herrscht ein Vitaminmangel, betont Ernährungsexperte Sven-David Müller, M.Sc., bei einer Veranstaltung in Wien.

Die Vitamin- und Mineralstoffversorgung ist nicht optimal
„Es ist eine Mär, dass die Vitamin- und Mineralstoffversorgung in Österreich und den anderen deutschsprachigen Ländern optimal ist“, so der Ernährungsexperte Sven-David Müller M.Sc. „Die Fachorganisationen – von ÖGE über DGE – weisen auf suboptimale Versorgungszustände bei Risikogruppen hin. Wobei Risikogruppen so klingt, als wäre kaum jemand davon betroffen. Das Gegenteil ist der Fall: Die größten Anteile der Bevölkerung sind in einer oder sogar mehreren Risikogruppen zu finden, denn Senioren, chronisch Kranke, Heranwachsende, Schwangere, Stillende, Magere und auch Rekonvaleszente gehören dazu. Diese Situation wird noch durch Erkrankungen wie Fruchtzucker- und Milchzuckerunverträglichkeit, die Hinwendung zum Vegetarismus sowie das Einhalten von Fastenkuren und anderen Crashdiäten verstärkt.“

Viele Menschen gehören zu einer Vitamin-Risikogruppe
Die Anzahl jener Menschen, die nicht zumindest einer Risikogruppe angehören, ist damit gering. Verschärft wird die Problematik durch eine Vielzahl weiterer Faktoren, die sich negativ auf die Vitaminaufnahme auswirken: Die falsche Art der Lebensmittelzubereitung und -lagerung, regelmäßige Medikamenteneinnahme, erhöhte physische und psychische Beanspruchung, Abgase, UV-Belastung, Rauchen und regelmäßiger Alkoholkonsum. So ist selbst bei Menschen, die prinzipiell auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten, eine ausreichende Versorgung mit allen lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen oft nicht sichergestellt.

Multivitamine als Ergänzung zu einer gesunden Lebensweise empfehlenswert

Abhilfe kann hier die Ergänzung der täglichen Ernährung mit ausbalancierten Multivitaminen schaffen. Wichtig ist, dass die Präparate nicht hochdosiert sind und eine ausgewogene Mischung von Vitaminen, Mineralstoffen und gegebenenfalls auch sekundären Pflanzenstoffen enthalten, betont Müller, der eine Megadosierung oder die Zufuhr von Einzelvitaminen als eher gefährlich bezeichnet. Die Nutzung therapeutischer Effekte durch hochdosierte Vitamin- oder Mineralstoffzufuhr gehört grundsätzlich in die Hand des erfahrenen Nährstoffmediziners. Eine niedrigdosierte Einnahme von Multipräparaten ist ungefährlich und fördert die Gesundheit, so Müller. Denn aufgrund der Tatsache, dass der menschliche Körper die täglich benötigen Vitamine entweder gar nicht oder nicht ausreichend selbst erzeugen kann, müssen diese mit der Nahrung regelmäßig zugeführt werden. „Nahrungsergänzung kann eine gesundheitsbewusste Ernährungs- und Lebensweise optimieren“, lautet auch die Expertise von Sven-David Müller M.Sc. Sie stellt vor allem die Versorgung mit jenen Nährstoffen sicher, die über die tägliche Ernährung meist in zu geringen Mengen aufgenommen werden. Während etwa die meisten Menschen ausreichend mit Vitamin C versorgt sind, mangelt es beispielsweise oft an Folsäure, Kalzium, Eisen, Jod, Fluorid und den Vitaminen A, D oder E.

Die optimale Vitamin- und Mineralstoffzufuhr ist nicht nur gut für Haut und Haare
Eine bedarfsdeckende Vitamin- und Mineralstoffzufuhr hat ein breites Angebot an Gesundheitsvorteilen wie Energie, Immunität, gesunde Haut und Haare  oder Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen. Somit wird eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Spurenelementen und Mengenelementen sichergestellt und die Aufrechterhaltung von Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit unterstützt. Ersetzen können Multivitamine eine gesunde Lebensweise freilich nicht – die Einnahme von entsprechenden Multipräparaten sollte daher nur Teil einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährungsweise sein.

Der Ernährungsmythos vom gefährlichen Multivitamin
Regelmäßigen Berichten zufolge kann die Einnahme von Multivitaminen bei einer Überdosierung gefährliche Auswirkungen haben. Fakt ist jedoch, dass die Dosierung von Multipräparaten allen geltenden Richtlinien entspricht und auf die optimale Unterstützung der Gesundheit ausgerichtet ist. Eine Überdosierung bei Einhaltung der angegebenen Verzehrshinweise ist damit ausgeschlossen. Auch Sven-David Müller M.Sc. stellt klar: „Bei der Vitamin-Negativ-Berichterstattung wird oft auf Studien verwiesen, die einzelne Vitamine in hoher Dosierung zugeführt haben und vor diesem Hintergrund ohnehin unphysiologisch sind. Studien mit niedrig dosierten Multivitamin-Mineralstoffpräparaten, die zu negativen gesundheitlichen Ereignissen geführt haben, sind hingegen nicht bekannt.“

Sven-David Müller, M.Sc., ist Ernährungsexperte
Sven-David Müller, M.Sc. (41) ist Master of Science in Applied Nutritional Medicine (angewandte Ernährungsmedizin), staatlich anerkannter Diätassistent, Diabetesberater der Deutschen Diabetes Gesellschaft, erster Vorsitzender des Deutschen Kompetenzzentrums für Gesundheitsförderung und Diätetik sowie auch Gründer des Zentrums und der Praxis für Ernährungskommunikation, Diätberatung und Gesundheitspublizistik (kurz ZEK). Auch als Autor von populärwissenschaftlichen Sachbüchern und Fachbüchern ist er über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt - aus seiner Feder stammen unter anderem Bestseller wie 'Kalorien-Nährwert-Lexikon', 'Moderne Ernährungsmärchen' oder 'Ernährungsratgeber Cholesterin' und die ‚Vitamin-Ampel‘. Für seine Verdienste um die Ernährungsaufklärung wurde er 2005 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Weitere Informationen unter www.svendavidmueller.de

Linktipps zum Thema Vitamine:
www.dkgd.de
www.dge.de
www.aid.de

Literaturtipps zum Thema Vitamine:
Das Kalorien-Nährwert-Lexikon, Schlütersche Verlagsgesellschaft, Hannover
Vitamin Ampel, Knaur Verlag, München
Handbuch der Vitalstoffe, Paus Medien GmbH, Coesfeld
Moderne Ernährungsmärchen, Schlütersche Verlagsgesellschaft, Hannover
 

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