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Sven-David Müller
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Tebonin

Mental-aktiv.de
Wo die Sucht anfängt Drucken E-Mail
Wann der Genuss aufhört und die Sucht anfängt

Die Tasse Kaffee am Arbeitsplatz, die Zigarette in der Mittagspause oder das Bierchen beziehungsweise der Wein nach Feierabend. Wer kennt das nicht? Aber wo hört der kontrollierte Konsum auf und wo fängt die gesundheitsgefährdende Sucht an? Die ellviva-Redaktion setzt sich mit dieser Frage auseinander und verrät, was zu tun ist, wenn die Grenze zur Sucht überschritten ist.  Diese Zahlen machen nachdenklich: In Deutschland gibt es zurzeit etwa 16 Millionen Raucher. Fast zehn Millionen Menschen trinken regelmäßig Alkohol in der Gesundheit abträglichen Mengen. Dazu kommen über zwei Millionen Menschen, die Cannabis-Produkte zu sich nehmen oder die tablettenabhängig sind.

Wo fängt die Sucht an?

Dem fließenden Übergang von normalem Konsum- und Genussverhalten zur Sucht liegen komplexe neurologische und psychosoziale Mechanismen zugrunde. Viele Menschen möchten sich zunächst nur mit positiven Empfindungen belohnen oder entspannen. Daraus kann Gewöhnung werden. Der Körper oder die Psyche gewöhnen sich an das Genussmittel und brauchen aus diesem Grund immer mehr davon, damit der Zustand der Entspannung oder Belohnung einsetzt.  Irgendwann haben sich Körper und Psyche an das Suchtmittel gewöhnt. Sie reagieren dann mit körperlichen oder psychischen Entzugserscheinungen, wenn das Genussmittel nicht zur Verfügung steht. Zu den körperlichen Entzugserscheinungen gehören zum Beispiel Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe, Schwitzen oder Zittern. Typische psychische Entzugserscheinungen sind Nervosität oder unkontrollierte emotionale Ausbrüche. Wenn derartige Entzugserscheinungen eintreten, ist in der Regel die Grenze zur Sucht schon längst überschritten.  Umfangreiche Informationen zum Thema Suchtprävention stellt auch die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung zur Verfügung.

Professionelle Hilfe In Anspruch nehmen

Eine Suchtkrankheit ist eine ernst zu nehmende Erkrankung. Sie kann schwerwiegende körperliche und psychische Folgen nach sich ziehen. Deshalb ist es notwendig, rechtzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Für die Betroffenen und ihre Angehörigen stehen in allen Kommunen und Landkreisen Anlaufstellen wie Hotlines, Suchtelefone oder Selbsthilfegruppen zur Verfügung.
Die erste Anlaufstelle sollte bei einer Suchtkrankheit immer der Hausarzt sein. Er kann die richtige Therapiemaßnahme, eine Überweisung zum richtigen Facharzt oder eine Überweisung in eine Suchtklinik veranlassen.  Kompetente Ansprechpartner befinden sich auch bei der Sucht- und Drogenhotline der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter der Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung. Flächendeckend sind außerdem die Selbsthilfegruppen der Anonymen Alkoholiker organisiert.

Auf welche Warnsignale müssen Angehörige achten?

Für die Angehörigen gibt es zwei wichtige Warnsignale: Der oder die Betroffene redet nur noch über das Suchtmittel oder reagiert auf das Konsumverhalten angesprochen wiederholt mit Sätzen wie: „Ich brauche das jetzt!“, „Ich habe alles im Griff!“ oder „Ich könnte jederzeit aufhören!“. Spätestens jetzt sollten sich die Angehörigen oder Freunde fragen, wie sie helfen können. Wichtig ist, dabei zuzuhören und auf den Suchtkranken einzuwirken, die Sucht zu überwinden. Für die Überwindung der Sucht ist die wichtigste Voraussetzung, dass es der Süchtige aus eigenem Antrieb schaffen möchte. Dazu gehört viel Willenskraft. Deshalb sollte das soziale Umfeld versuchen, eine Stimmung des Wohlbefindens aufzubauen, sodass positive Empfindungen auch ohne das Suchtmittel möglich sind. Dazu können Sport, kultureller Aktivitäten (Kino, Museum, Theater) oder die Pflege sozialer Kontakte gehören.

Co-Abhängigkeit vermeiden

Auf keinen Fall sollten sich Angehörige oder Freunde zu Co-Abhängigen machen. Das heißt: Der Angehörige oder Freund macht sich zum Komplizen der Sucht seines Mitmenschen und versucht diese nach außen hin zu verbergen.  Hier geht es zum Nichtraucher-Coach von ellviva.de: http://www.ellviva.de/Gesundheit/Nichtraucher-Coach.html

Das Ratgeberportal im Internet heißt ellviva

Das Ratgeberportal ellviva.de ist ein Online-Angebot mit der Kern-Zielgruppe Frauen. Themenschwerpunkte sind Gesundheit mit über 60.000 redaktionellen Seiten
(  www.ellviva.de/Gesundheit  ), aber auch Wellness und Schwangerschaft. ellviva setzt auf qualitativ hochwertigen und detaillierten Content, zum Beispiel zu Krankheiten und Medikamenten.

Redaktion: Patrick Jiranek und Sven-David Müller, ellviva-Redaktion

Juvesco GmbH / ellviva.de
Sven-David Müller, MSc.
Gutleutstraße 30
60237 Frankfurt am Main
presse at ellviva.de
 

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