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Bei Darmkrebs hängt die Heilungschance vom Erkrankungsstadium ab

21.02.2011
von Sven-David Müller
Jährlich konfrontieren die Gastroenterologen 73.000 Menschen in Deutschland mit der Diagnose Darmkrebs und mehr als 27.000 Menschen sterben pro Jahr in Deutschland an dieser bösartigen Tumorerkrankung. Diesen Zahlen sind erschreckend, denn Experten gehen davon aus, dass bei frühzeitiger Erkennung Darmkrebs verhinderbar oder heilbar wäre. Leider nutzt das Gros der Menschen in Deutschland die Möglichkeiten der Darmkrebs-Vorbeugung und der Darmkrebs-Früherkennung mit Test auf fäkales okkultes Blut (FOB) unzureichend. Der Darmkrebsmonat findet im März statt und wird von der Felix Burda Stiftung in Kooperation mit der Gastro-Liga und anderen Organisationen durchgeführt.

Darmkrebs entsteht oft aus Darmpolypen
Darmkrebs entwickelt sich praktisch immer aus Darmpolypen. Diese gutartigen Wucherungen im Darm können sich aber in einem Zeitraum von sechs bis zehn Jahren zu bösartigen Tumoren entwickeln. Tückisch ist, dass diese Entartung sich nicht durch Beschwerden bemerkbar macht. Daher ist die regelmäßige Darmspiegelung (Koloskopie) und Testung auf verstecktes Blut im Stuhl (fäkales okkultes Blut) von großer Wichtigkeit. Wenn sichtbares Blut im Stuhlgang vorkommt oder krampfartige Bauchschmerzen und ungewollter Gewichtsverlust eintreten, ist der Darmkrebs oft schon so weit fortgeschritten, dass eine Heilung nicht mehr oder nur in Ausnahmefällen möglich ist. Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebsneuerkrankung bei Männern (hinter dem Prostatakrebs) und Frauen (hinter dem Brustkrebs).

Test auf verstecktes Blut dient der Darmkrebs-Früherkennung
Da Polypen zu Blutungen neigen, ist neben der Koloskopie der Test auf verstecktes Blut im Stuhl die wichtigste Möglichkeit zur Darmkrebs-Früherkennung. Blutbeimengungen im Stuhl können Hinweise auf Polypen oder Tumore sein. Mit dem Fobcheck können bereits minimale, mit dem Auge nicht wahrnehmbare, Blutmengen im Stuhl festgestellt werden. Bei einem positiven Test muss sofort der Gastroenterologe (Facharzt für Magen-Darm-Erkrankungen) aufgesucht werden, damit eine weitergehende Diagnostik und gegebenenfalls Therapie eingeleitet werden kann. Zur jährlichen Darmkrebsvorsorge gehört mindestens ein Test auf fäkales okkultes Blut im Stuhl. Der Fobcheck ersetzt den Besuch beim Facharzt für Magen-Darm-Erkrankungen nicht. Jedes positive Fobcheck-Ergebnis verlangt eine Abklärung durch eine Koloskopie.

März ist der Darmkrebsmonat
Bereits zum zehnten Male steht der Monat März ganz im Zeichen der Darmkrebs-Vorbeugung. Seit 2002 organisiert die Felix Burda Stiftung den Darmkrebsmonat. Dabei erhält sie auch Unterstützung durch die Gastro-Liga. In diesem Jahr hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder die Schirmherrschaft des Darmkrebsmonats März übernommen, der das Motto „Familie und Verantwortung“ hat. Nahezu drei von zehn Betroffenen haben ihre Krebserkrankung sozusagen geerbt. Wenn eine familiäre Vorbelastung hinsichtlich Darmkrebs besteht, haben schon junge Menschen ein deutlich erhöhtes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken und sollten regelmäßig zur Vorsorge gehen sowie den Stuhl auf fäkales okkultes Blut zu untersuchen. Der Fobcheck von der NanoRepro AG ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Links zum Thema Darmkrebs
www.gastro-liga.de
www.fobcheck.de
www.felix-burda-stiftung.de/darmkrebs/index.php?

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