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Entwarnung: Vitamine sind nicht gefährlich!

12.04.2007
von Sven-David Müller

Die Vitalstoffakademie in Köln kritisiert die im Journal of the American Medical Association (JAMA) am 28. Februar erschienene Meta-Analyse zur Beeinflussung der Mortalität durch Antioxidantien massiv und informiert, dass kein Anlass besteht, auf Nahrungsergänzungsmittel mit antioxidativer Wirkung oder entsprechender Lebensmittel zu verzichten. Antioxidativ wirksame Mikronährstoffe wie die Vitamine C und E sowie das Provitamin A ß-Karotin sind lebenswichtig und stellen in bedarfsgerechten Dosierungen keinerlei Gefahr für die gesunde Bevölkerung dar. Die Nurses Health Study 1993 stellte fest, dass durch die Erhöhung der Vitamin-E-Zufuhr das Herzinfarktrisiko um 34 Prozent sind. Die Autoren der kritisierten Metaanalyse haben 68 randomisierte klinische Studien, bei denen Antioxidantien eingesetzt wurden, in Bezug auf den klinischen Endpunkt (Sterblichkeit) untersucht. Die Wissenschaftler folgerten fälschlich, so die Vitalstoffakademie in Köln, dass Antioxidantien das Mortalitätsrisiko erhöhen könnten. Die Meta-Analyse ergibt, dass die Einnahme von Vitamin C keine erhöhte Sterblichkeit nach sich zieht. Interessant ist, dass die Wissenschaftler in ihrer Publikation lediglich im Ergebnisteil berichten, dass die Einnahme von Antioxidantien keinen signifikanten Einfluss auf die Mortalität hat. Experten der Vitalstoffakademie werfen den Autoren der Meta-Analyse grobe Mängel im Studiendesign, der Studienauswertung und der Publikation selbst vor. Zudem war die Auswahl der in die Metaanalyse eingeflossenen Studien willkürlich und sie ist daher in ihrer Gesamtaussagekraft als sehr zweifelhaft einzuschätzen. Noch größerer Zweifel an der Kompetenz der Studien-Autoren kommt auf, wenn sie behaupten, dass die Erhöhung der Sterblichkeitsrate gegebenenfalls auf „synthetische Vitamine“ zurückzuführen sei. Dafür gibt es keinerlei Belege, macht die Vitalstoffakademie deutlich. Grundsätzlich gibt es strukturell keine Unterschiede zwischen isolierten, synthetischen Vitaminen in Nahrungsergänzungsmitteln oder natürlichen in Lebensmitteln. Die in einzelnen herangezogenen Studien empfohlenen Vitaminmengen überschreiten die Empfehlungen so weit, dass es nicht verwunderlich ist, dass sich negative Auswirkungen ergeben. Das wäre ja fast so, als würde sich ein Mediziner darüber wundern, dass Nebenwirkungen auftreten, wenn Patienten täglich statt einer Tablette auf einmal die Monatsdosis einnehmen. Grundsätzlich sind Vitamin-Mega-Dosierungen aus ernährungsmedizinischer Sicht nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln hingegen ist sicher, da sie eine vergleichsweise geringe Vitamin-Menge enthalten, die nicht nur ungefährlich, sondern im Gegenteil, gesundheitsförderlich ist.

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Nahrungsergänzung und eine gesunde Lebens- und Ernährungsweise ergänzen sich ideal. Insgesamt ist die publizierte Meta-Analyse kaum zielführend, da sie durch Mängel geprägt ist und mehr Fragen als Antworten aufwirft. Verbraucher können auch weiterhin Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, entwarnen die Wissenschaftler der Vitalstoffakademie. Grundsätzlich fördert und fordert die Vitalstoffakademie die Forschung und Wissenschaft. Die Vitalstoffakademie beschäftigt sich mit dem Einsatz von Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen und weiteren Vitalstoffen in der Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten. Für die Beratung und Information der Bevölkerung, von Fachleuten und der Medien unterhält die Vitalstoffakademie die Internetseite http://www.vitalstoffakademie.de . Hier beantworten kompetente Wissenschaftler kostenlos Fragen. Die Schirmherrschaft über die Organisation hat der renommierte Mikronährstoff-Experte Prof. Dr. Gerhard Uhlenbruck übernommen. Dem wissenschaftlichen Beirat mit seinem Sprecher Professor Dr. Arthur Wischnik gehören Dr. Dipl. Sportlehrer Jürgen Ramacher, Ernährungsmedizinerin Dr. Karin Wagemann, die Internisten Dr. Ralf Fischbach und Dr. Wolfgang Grebe, der Ernährungswissenschaftler Dr. Jörg Hüve, der Sportwissenschaftler Dr. Elmar Wienecke, die Apotheker Dr. Mathias Schmidt, Dr. Oliver Ploss und Uwe Gröber sowie der Diätassistent Sven-D. Müller an.

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