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Mehr Fisch braucht das Land und die Schilddrüse!

11.12.2007
von Sven-David Müller

(Berlin 11. Dezember 2007): Viele Studien belegten vor der Einführung von jodiertem Speisesalz einen gefährlichen Jodmangel in Deutschland. Auch wenn durch die Verwendung von Jodsalz im Haushalt, der Tiermast und Eiproduktion sowie dem Einsatz in der Gemeinschaftsverpflegung sowie der Lebensmittelerzeugung die Jodzufuhr nahezu normal ist, kommt es in Deutschland noch immer zu rund 100.000 Schilddrüsen-Operationen jährlich, informiert das Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK).
Schwangere und Stillende sind immer noch mit Jod unterversorgt und das kann zur Schädigung des Heranwachsenden führen, erläutert Sven-David Müller, der jetzt zusammen mit Christiane Weißenberger den Ernährungsratgeber Schilddrüse herausgegeben hat. Neben der optimalen Jodzufuhr ist die Schilddrüse aber auch auf eine ausreichende Selenzufuhr angewiesen, um gut funktionieren zu können.

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Praktisch alle Schilddrüsenvergrößerungen (Kröpfe) sind durch Jodmangel bedingt. Hinsichtlich Jod kann nach Ansicht der Autoren keine Entwarnung gegeben werden und daher empfehlen beide den Genuss von jodreichem Seefisch, die Verwendung von Jodsalz im Haushalt sowie den Konsum von Fertigprodukten, die mit Jodsalz hergestellt sind. Neben einer gut verständlichen theoretischen Einführung in die Funktion der Schilddrüse und die wichtigsten Schilddrüsenerkrankungen, den Grundlagen der schilddrüsengesunden Ernährungsweise enthält das Buch über 60 leckere Rezepte und verschiedene Tests zur Ernährung sowie Schilddrüsengesundheit. Das Geleitwort zum Buch stammt von Prof. Dr. Hubertus Wietholtz, Chefarzt der 3. Medizinischen Klinik am Klinikum Darmstadt. Die Autoren betonen, dass niemand Angst vor der Verwendung von Jodsalz haben muss. Zu große Jodmengen können dadurch nicht in den Organismus gelangen, sondern vielmehr nur durch Röntgenkontrastmittel, jodhaltige Desinfektionsmittel oder Meeresalgenpräparate. Die so genannte Jodakne oder Schilddrüsenüberfunktionen können nach bisherigem Kenntnisstand nicht durch die Verwendung von Jodsalz ausgelöst werden. Mit einer schilddrüsengesunden Ernährungsweise, die den ganzen Körper fit und aktiv hält, kann man jodmangelbedingten Schilddrüsenerkrankungen vorbeugen. Weißenberger und Müller haben in den vergangenen zehn Jahren viele Ernährungsratgeber herausgegeben. Beide Diätassistenten haben sich auf die Beratung und Schulung von Patienten spezialisiert, die unter Erkrankungen des Stoffwechsels oder des Magen-Darm-Traktes leiden. Rezensionsexemplare des Buches können beim Verlag Schlütersche oder unter diaetmueller@web.de angefordert werden.  

Ernährungsratgeber Schilddrüse
Sven-David Müller und Christiane Weißenberger
Verlag Schlütersche
ISBN 3899935411
12,90 Euro

Das Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK) widmet sich insbesondere der individuellen Ernährungsberatung und betreibt wissenschaftlich begründete publikumsorientierte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Ernährung, Prävention und Diätetik. Das ZEK ist ein Zusammenschluss von Ernährungswissenschaftlern, Medizinern, Diätassistenten sowie anderen Natur- und Geisteswissenschaftlern. Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK), z. Hd. Sven-David Müller, Wielandstraße 3 – Vorderhaus/EG, 10625 Berlin-Charlottenburg, 0172-3854563, diaetmueller@web.de, http://www.nutrimedic.de

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