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Sauer macht lustig und bitter macht schlank!

12.06.2009
von Sven-David Müller

Eine Hälfte der Frauen und sogar zwei Drittel der Männer in Deutschland sind übergewichtig. Jeder Fünfte in Deutschland ist fettsüchtig. Trotz massiver Bemühungen von allen Seiten gelingt es nicht, die Übergewichtsepidemie zu beherrschen. Immer neue Diätprogramme kommen auf den Markt und doch nimmt die Zahl der Übergewichtigen nicht ab. Die Bitter-Rezeptorenforschung könnte ein innovatives Arbeitsgebiet der Adipologen sein, denn viele Übergewichtige nehmen den bitteren Geschmack nicht wahr.

(Berlin - 11. Juni 2009): Die Wahrnehmung des bitteren Geschmacks kann zur Gewichtsabnahme führen. In einem komplexen System haben Bitter-Rezeptoren Einfluss auf die Hunger-Sättigungsregulation und den Energiestoffwechsel. Verschiedene Wissenschaftler konnten in ihren Studien zeigen, dass die Wahrnehmung des bitteren Geschmacks ein neuartiger Ansatz zur Vorbeugung und Behandlung von Übergewicht ist. Aktuellen Untersuchungen zufolge gibt es Bitter-Rezeptoren nicht nur auf der Zunge, sondern auch im Darm. Dass der bittere Geschmack und die Entstehung von Übergewicht miteinander vergesellschaftet sind, vermuten Forscher seit einiger Zeit. Schon im Oktober 2008 publizierte die Wissenschaftlerin Gretchen L. Goldstein in der renommierten Fachzeitschrift Obesity (1), dass Menschen, die einen veränderten Bitter-Rezeptor haben, sechsmal häufiger übergewichtig sind als Menschen, deren Bitter-Rezeptor normal funktioniert.

Der Mensch kann fünf Geschmacksrichtungen wahrnehmen: süß, sauer, bitter, salzig und umami (japanisch für Wohlgeschmack). Scharf ist kein Geschmack, sondern ein Schmerzreiz.
Die Geschmacksrichtungen süß und umami sowie ein cremiges Mundgefühl sind für den Menschen angenehm und führen zu einem verstärkten Verzehr, während sauer uns vor unreifen Früchten warnt. Normalerweise nimmt der Mensch Bitteres deutlich wahr, da dieser Geschmack „gefährlich oder giftig“ bedeuten kann. Die Geschmackswahrnehmung für bitter ist rund 10.000mal so stark wie die für süß. Pflanzen schützen sich mit bitteren Inhaltsstoffen vor Fraßfeinden. Nicht nur im Tierversuch lässt sich nachweisen, dass bitterstoffhaltige Nahrungsmittel die Gewichtszunahme bei energiereicher Ernährungsweise verhindern. Um eine Wirkung im Rahmen einer Gewichtsabnahme zu erreichen, ist es notwendig, die Bitterstoffe eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten zu kauen.

Eine Studie, die als Multicenter-Anwendungsbeobachtung an 520 übergewichtigen Probanden mit hochbitteren Wildgemüseprodukten (2) durchgeführt wurde, zeigte nach sechswöchiger Anwendung eine durchschnittliche Gewichtsabnahme von 3,5 Kilogramm. Und das ohne eine Ernährungsumstellung oder Bewegungsintensivierung. Die Probanden verloren insbesondere Bauchfett aber keine Muskelmasse. Klassische Bitterstoffdrogen sind Wegwartenkraut, Löwenzahnkraut, Wild-Artischockenblätter und Hagebuttenschalen. Neben dem Schlankeffekt haben Bitterstoffe zudem noch eine entzündungshemmende, antibakterielle, blutdrucksenkende und möglicherweise immunstimulierende Wirkung. Inzwischen gibt es schon Produkte in der Apotheke, die Übergewichtigen durch den bitteren Geschmack die Gewichtsreduktion leicht machen. Weitere Informationen unter www.svendavidmueller.de und http://www.pandalis.de/deutsch/produkte/urbitter.php

Quellen:
1) http://www.nature.com/oby/journal/v13/n6/abs/oby2005119a.html
2) Prüfprodukt: Urbitter-Bio-Granulat von Dr. Pandalis

Das Zentrum für Ernährungskommunikation, Diätberatung und Gesundheitspublizistik (ZEK) mit Sitz in Berlin-Charlottenburg widmet sich insbesondere dem Ernährungscoaching und betreibt wissenschaftlich begründete publikumsorientierte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in den Bereichen Ernährung, Prävention, Diätetik und Gesundheit. Das ZEK ist ein Zusammenschluss von Ernährungswissenschaftlern, Medizinern, Diätassistenten sowie anderen Natur- und Geisteswissenschaftlern. Der Ernährungs- und Medizinpublizist Sven-David Müller leitet das ZEK.

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