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Viel Seefisch, Gemüse und Obst schützen vor Thrombose

18.10.2007
von Sven-David Müller

(Berlin - 18. Oktober 2007) Wer reichlich Gemüse und Obst in seinen Speiseplan einbaut, regelmäßig Fisch und nur selten rotes und verarbeitetes Fleisch verzehrt, hat laut einer aktuellen Studie der University of Minnesota ein geringeres Risiko für eine Thrombose, teilt heute Ernährungswissenschaftlerin Carolin Böcker von Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK) in Berlin mit. Das amerikanische Forscherteam analysierte die Daten von 15.000 erwachsenen Amerikanern, die sie über zwölf Jahre beobachteten. Diejenigen, die sich mindestens vier Portionen Obst und Gemüse pro Tag und eine Portion Fisch pro Woche schmecken ließen, zeigten ein bis zu 50 Prozent verringertes Risiko für eine Thrombose. Wer dagegen mehr als 1,5 Portionen rotes und verarbeitetes Fleisch pro Tag aß, hatte ein doppelt so hohes Risiko wie Personen, die pro Tag weniger als eine halbe Portion verzehrten – wie die Wissenschaftler in der renommierten Fachzeitschrift ‚Circulation’ veröffentlichten.

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Thromben sind Blutgerinnsel, die sich bevorzugt an den tief liegenden Venen der Beine bilden. Sie können sich lösen und an anderer Stelle einen Gefäßverschluss - die Thrombose - verursachen. Bereits seit einiger Zeit ist bekannt, dass die Ernährung beispielsweise das Homocystein und auch Blutgerinnungsfaktoren beeinflusst, die an der Thrombosebildung beteiligt sind.


Bei der Betrachtung einzelner Nährstoffe zeigte sich, dass das Thromboserisiko insbesondere durch die Aufnahmemengen an Folsäure, Vitamin B6 und Omega-3-Fettsäuren vermindert wird, so Sven-David Müller vom ZEK. In einer bereits 2004 veröffentlichten Untersuchung hatte allerdings die zusätzliche Zufuhr einzelner B-Vitamine keinen Schutzeffekt. Die Wissenschaftler vermuten daher, dass die Nähr- und Wirkstoffe aus Lebensmitteln einen synergistischen Effekt haben, der über die Wirkung der isolierten Inhaltsstoffe hinausgeht. Weitere Informationen über eine gesunde Ernährungsweise und diätetische Therapie unter www.nutrimedic.de.


Quelle: STEFFEN L M. Greater Fish, Fruit and Vegetable Intakes are related to Lower Incidence of Venous Thromboembolism. In: Circulation, January 16, 189-195, 2007

Buchtipp: Kalorien-Nährwert-Lexikon, K. Raschke und S.-D. Müller, Verlag Schlütersche, 12,90 Euro

Redaktion: Dipl. oec. troph. Carolin Böcker, Imbacher Weg 107, 51381 Leverkusen, carolin.boecker@gmx.de

Das Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK) mit Sitz in Köln widmet sich insbesondere der individuellen Ernährungsberatung und betreibt wissenschaftlich begründete publikumsorientierte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Ernährung, Prävention und Diätetik. Das ZEK ist ein Zusammenschluss von Ernährungswissenschaftlern, Medizinern, Diätassistenten sowie anderen Natur- und Geisteswissenschaftlern. Der bekannte Medizinpublizist Sven-David Müller leitet das ZEK und ist erster Vorsitzender des Deutschen Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e.V. Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK), z. Hd. Sven-David Müller, Wielandstraße 3, 10625 Berlin-Charlottenburg, 0172-3854563, pressemueller@web.de, http://www.nutrimedic.de

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